Mai-Juni 2007 |
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Reformperspektiven für die Gipfelarchitektur
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Die tektonischen Machtverschiebungen, die sich aus dem explosiven Wachstum der aufstrebenden Staaten im Süden - insbesondere Chinas und Indiens - ergeben, heben das globale System aus den Angeln. Die seit der industriellen Revolution andauernde Vorherrschaft des Westens gerät ins Wanken. Besonders drastisch spiegelt sich dies in der Erosion der westlichen Macht in der Gipfelarchitektur. Im Gegensatz zur Gründungsphase der 1970er Jahre kann heute die G8, die Gruppe der sieben dominanten Industrieländer (USA, Deutschland, Japan, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Italien) plus Rußland, nicht mehr die alleinige Führungsrolle in der Weltwirtschaft beanspruchen. Doch welche Konsequenzen folgen daraus für die Global-Governance-Strukturen? Soll die Gipfelarchitektur reformiert oder ganz abgeschafft werden? Und damit verknüpft sich die Frage: Welche Rolle spielen die universalistischen Vereinten Nationen (UN) künftig bei der Koordinierung der globalen Politik? Thomas Fues gibt einen Überblick. |
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