Globale Schieflage: Das Kapital fließt nach oben

Das US-Defizit und die Entwicklungsländer

Vorab im Web - Das Defizit der Handels- und Leistungsbilanz der USA ist die aktuell größte Bedrohung der Weltwirtschaft, insbesondere der fragilen Ökonomien der Entwicklungsländer. Je länger mit wirksamen Gegenstrategien gewartet wird, desto mehr wächst die Gefahr internationaler Finanzkrisen. Darüber besteht weltweit Konsens. Weniger einheitlich aber sind die Ansichten, was die Gegenstrategien betrifft. Doch welche Maßnahmen auch immer vorgeschlagen werden, man muß davon ausgehen daß der Hauptverursacher, nämlich die USA, mit dem Defizit gut leben kann. Von Jörg Goldberg.



Dies zeigen zwei neue Diskussionsbände, die das Ergebnis einer internationalen Tagung sind, die letztes Jahr vom „Forum on Debt and Development“ (FONDAD) in den Niederlanden veranstaltet wurde. FONDAD wurde 1987 mit Unterstützung bekannter Wissenschaftler wie Jan Tinbergen und Robert Triffin gegründet. Die Tagung über „Global imbalances and the US debt problem“ war nicht nur wegen des fachlichen Niveaus ein für die Zukunft des internationalen Währungssystems bedeutsames Ereignis. Neben Wissenschaftlern haben auch politische Entscheidungsträger in nationalen Notenbanken (China, Niederlande, Südafrika) und multinationalen Institutionen (IWF, WTO, Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, Vereinte Nationen, Afrikanische Entwicklungsbank) teilgenommen ...

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Veröffentlicht: 2.9.2007

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