Das globale Establishment und die Ungleichheit

Tendenzwende in der Globalisierungsdebatte?

Wer die internationale Debatte über wirtschaftliche Ungleichheit verfolgt, dem kann die Tendenzwende bei arrivierten Ökonomen und Wirtschaftskommentatoren nicht entgehen. Selbst in orthodoxen Kreisen wächst die Besorgnis und der Ruf zum Handeln. Ein ähnlicher Trend kennzeichnet die Globalisierungsdebatte. Doch Ungleichheit und Globalisierung sind zwei Seiten derselben Medaille. Eine Übersicht von Rainer Falk.



Jetzt hat auch der Internationale Währungsfonds (IWF) in seinem neuesten World Economic Outlook (s. Hinweis) das Thema „Globalisierung und Ungleichheit“ aufgegriffen. In den letzten beiden Jahrzehnten sei die Einkommensungleichheit in den meisten Regionen und Ländern der Welt gewachsen. Beigetragen zu dieser Entwicklung habe vor allem der technologische Fortschritt, aber auch die finanzielle Globalisierung; doch im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Meinung habe die zunehmende Handelsglobalisierung eher zum Rückgang der Ungleichheit beigetragen, also die negativen Effekte von Technik und Finanzinternationalisierung teilweise kompensiert (etwa durch die Verbilligung der gehandelten Produkte oder Dienstleistungen). - Die eigenartige Argumentationsfigur der IWF-Autoren läßt sich leicht kritisieren ...

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Veröffentlicht: 30.10.2007

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