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Kenia-Krise: Zählt die Stimmen neu aus!
Nach der Präsidentschaftswahl vom 27. Dezember, von der allgemein angenommen wird, dass sie manipuliert wurde, um die Wiederwahl Mwai Kibakis sicherzustellen, steht Kenia in Flammen. Kibakis Gegner sind auf die Straße gegangen, die Regierung befahl den Todesschuss, und Hunderte sind inzwischen durch die Hand der Polizei sowie bei Bandenausschreitungen und Gewalt zwischen den ethnischen Gruppen ums Leben gekommen. Die Vereinigten Staaten haben die internationale Reaktion hierauf angeführt, doch ihr Ansatz ist zutiefst von Fehlern behaftet.
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Kenia-Debatte: Land vor dem Bürgerkrieg?
Die veröffentlichte Meinung liebt die Zuspitzung, entweder schwarz oder weiß, entweder Hoffnungsträger oder an ihren Pfründen klebende Politiker. Demgegenüber lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Das verbreitete Bild, dass eine anfänglich mit viel Vorschusslorbeeren bedachte kenianische Regierung unter Präsident Kibaki in Korruption und Misswirtschaft abgerutscht sei, trotz hoher Wachstumsraten nichts für die Armen getan habe und sich jetzt qua Wahlfälschung ihrer verdienten Abwahl widersetzt, gibt die Wirklichkeit nicht zutreffend wieder.
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In Kenia versagte auch die BMZ-Strategie
Man stelle sich vor, der Verteidigungsminister gibt Millionen für Flugsicherheit aus, und dann stürzen alle seine Helikopter ab. Man stelle sich vor, der Gesundheitsminister gibt Millionen für Grippeimpfungen aus, und dann kriegen alle Geimpften Fieber. Was wäre wohl los - Aufschrei in der Presse, aktuelle Stunden, Untersuchungsausschüsse, Rücktrittsforderungen. Für die Ministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gelten solche Regeln nicht.
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Kenia: Der Aufstand der Armen ...
Westliche Politiker veranstalten jetzt einen Wettlauf, um zu verhindern, dass Kenia ins Chaos stürzt. Doch sie sollten sich Zeit nehmen, um über ihr eigenes Versagen nachzudenken. Selten hat sich eine afrikanische Tragödie so lange im Voraus angekündigt. Und selten waren westliche Politiker so komplizenhaft in eine Krise verstrickt.
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