Dauerstreit um Entwicklungshilfe: Die OECD-Bilanz

Durchwachsen bis vernichtend

Nur im Web – In seinem neuen Jahresbericht legt der Entwicklungshilfe-Ausschuss (DAC) der OECD eine – vorsichtig formuliert – durchwachsene Bilanz der Entwicklungspolitik der letzten Jahre vor. Gemessen an 12 quantitativen und qualitativen Kriterien war diese in drei Fällen erfolgreich, in weiteren drei nicht erfolgreich, und in sechs war kein eindeutiges Urteil möglich. Bei näherem Hinsehen fällt das Urteil freilich noch bescheidener aus, schreibt Rainer Falk.


Ausgerechnet im Staatsorgan E+Z, das zu 100% aus BMZ-Mitteln finanziert und kostenlos in alle Welt verschickt wird, ließ Kishore Mahbubani von der Universität Singapur kein gutes Haar an der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Diese erstelle munter Schätzungen der Öffentlichen Entwicklungshilfe (ODA), erfasse aber nicht, wie viel Geld die Entwicklungsländer tatsächlich bekommen und wie viel wieder an die Geber zurückfließt: „Die OECD verfügt über bürokratische und wissenschaftliche Ressourcen, die für solch eine Prüfung ausreichen sollten. Aber sie denkt nicht im Traum daran, das zu tun – die westlichen Geldgeber würden ihr den Hahn zudrehen.“ (>>> E+Z 2/2008) Der Autor schätzt, dass von zehn Dollar, die angeblich für Entwicklungshilfe ausgegeben werden, acht in Form von Verwaltungsaufwand, Beratungsgebühren und Lieferverträgen für Firmen im Geberland wieder zurückfließen.

Der jetzt vorgestellte Bericht (s. Hinweis am Ende des Artikels) leitet, wenn er gegen den Strich gelesen wird, durchaus Wasser auf die Mühlen solcher Kritiker ...

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(C) 2005/6/7 - Alle Rechte vorbehalten

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