Nur im Web – Kritik an der staatlichen Entwicklungshilfe ist berechtigt. Zu kritisieren ist, dass daraus nicht nur entwicklungsorientierte Programme finanziert werden, sondern auch Operationen, die mit Entwicklung nichts zu tun haben. Doch diese Zweckentfremdung taucht in der Fundamentalkritik an der Entwicklungshilfe, wie sie in den vergangenen Jahren zu hören war, überhaupt nicht auf. Ein Vorabauszug in zwei Folgen aus dem neuen Buch von Peter Niggli.
|
 |
|
»Entgegen den Absichten der Entwicklungshilfe wird ihre hauptsächliche Wirkung darin bestehen, den Vormarsch des Kommunismus in der unterentwickelten Welt zu beschleunigen.« Milton Friedman, 1958
Dass die außenpolitischen Interessen der Geberländer selber die Wirksamkeit der Hilfe entscheidend und oft negativ beeinflussen, bleibt der blinde Fleck der Fundamentalkritik. Stattdessen behauptet sie: 1. Die Hilfe habe das Wirtschaftswachstum der armen Länder nicht gefördert und damit die Armut nicht verringert. 2. Die Hilfe erreiche nicht die Armen, sondern werde durch korrupte Regierungen und Eliten eingesackt. 3. Die Entwicklungsländer, die heute noch im Elend stecken, würden durch ihre rückständige Kultur daran gehindert, sich zu entwickeln, wie es das Beispiel Afrikas demonstriere. Mehr Geld löse die Probleme nicht. 4. Dass es trotz nachweisbarem Misserfolg weiterhin Entwicklungshilfe gebe, sei dem Eigeninteresse der Entwicklungsbürokraten zu verdanken, die ihre Misserfolge schönredeten und in den Tropen ein Luxusleben führten.
Die Kritik richtet sich politisch gegen das Millenniumsprogramm und die Erhöhung der Entwicklungsbudgets ...
... dieser Artikel ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Er kann mit Benutzername und Passwort gelesen werden: >>> hier. Wenn Sie noch nicht abonniert haben, wählen Sie Ihr Abo >>> hier oder kaufen Sie beide Folgen als PDF-Datei >>> hier oder kaufen Sie gleich das komplette Buch >>> hier.
|
Veröffentlicht: 30.4.2008 (>>> zur 2. Folge)
Hinweis: * Peter Niggli, Der Streit um die Entwicklungshilfe. Mehr tun - aber das Richtige, 210 S., Rotpunkt-Verlag: Zürich 2008. Bezug: ab Mitte Mai im Buchhandel oder vorbestellen durch Klick auf nebenstehende amazon-Anzeige. Die auszugsweise Veröffentlichung an dieser Stelle erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Autors (© 2008 Rotpunkt-Verlag).
Weitere Beiträge zum Thema auf dieser Website: >>> Von Monterrey nach Doha: Neue Fragen der Entwicklungsfinanzierung >>> Sonderserie "Die Zukunft der Entwicklungshilfe" >>> W&E-Debatte "EZ-Reform wohin?"
* W&E abonnieren >>> hier. * Paßwort vergessen? >>> hier.
|