Im Sonderdienst 3/2002 des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung lesen Sie:
* Die sieben Irrtümer der Tobin-Tax-Gegner * Kommentar zum Spahn-Gutachten * Der Monterrey-Konsens - verkapperter Washington-Konsens
Mit dem Vorbereitungsprozeß für die UN-Konferenz "Finanzierung für Entwicklung" vom 18. bis 23. März 2002 in Monterrey/Mexiko verbanden Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und soziale Bewegungen eine dreifache Hoffnung: der Prozeß würde erstens den Einstieg in eine wirkliche Reform der internationalen Finanzarchitektur bringen; er würde zweitens die Voraussetzungen schaffen, um mit dem Aufbau eines Systems der internationalen Besteuerung zu beginnen; und er würde drittens den langjährigen Abwärtstrend in der öffentlichen Entwicklungshilfe stoppen und umkehren. Keine dieser drei Hoffnungen hat sich erfüllt. Gleichwohl geht die Debatte um internationale Finanzierungsfragen weiter. Am deutlichsten zeigt dies derzeit die anhaltende Kontroverse um eine Devisentransaktionssteuer (CTT), die sog. Tobin Tax. Die gängigsten Einwände, die gegen dieses Konzept im europäischen Kontext vorgetragen werden, entkräftet in dieser Ausgabe Jean-Marie Harribey. Auch das kürzlich veröffentlichte CTT-Gutachten von Paul Bernd Spahn für das BMZ, das Peter Wahl und Peter Waldow vorstellen, räumt mit Vorurteilen gegen die Tobin-Steuer auf. In ihrer Analyse der Abschlußerklärung von Monterrey zeigt Christine Eberlein schließlich, wie sich neoliberales Gedankengut auch im sog. Monterrey-Konsens festgesetzt hat.
Dieser Sonderdienst erschien als Teil III der Serie „Die Zukunft der Entwicklungshilfe“ >>> Sonderangebot
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