Im Sonderdienst 6/2002 des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung lesen Sie:
* Von Rambouillet nach Kananaskis: Neues Format oder neue Politik?
Am 26./27. Juni 2002 versammeln sich in dem kleinen Bergdorf Kananaskis in der westkanadischen Provinz Alberta die Führer der sieben wichtigsten Industriestaaten und Rußlands, die sog. Gruppe der 8 (G8), zu ihrem alljährlichen Weltwirtschaftsgipfel. Daß die Wahl auf den abgelegenen Luftkurort hoch oben in den Rocky Mountains fiel, begründen die Gastgeber mit der Absicht, die G8-Gipfel durch Verkleinerung und Verzicht auf übermäßige Publizität wieder zu einem effizienten Arbeitstreffen machen zu wollen. Doch für andere gilt Kananaskis - in Anspielung auf das letzte Treffen der Welthandelsorganisation (WTO) in einem isolierten Ölstaat am Persischen Golf - längst als das "Katar Kanadas" - "Katarnaskis" lautet deshalb der neueste (gewollte) Freud'sche Versprecher der Globalisierungskritiker. Von der Hand zu weisen ist der Vorwurf elitärer Isolation nicht; auch der Vergleich mit dem schweizerischen Davos, wo jahrelang die "World Class"-Meetings des Weltwirtschaftsforums stattfanden, liegt nahe. Ein Hintergrundreport von Rainer Falk.
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