Mai-Juni 2006 |
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W&E-Hintergrund: Zum Stand der WTO-Doha-Runde
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Die Chancen für ein Handelsabkommen, das entwicklungsverträglich ist und zur Verringerung der Armut beiträgt, stehen denkbar schlecht. Ein gerechtes Abkommen wäre zwar dringend notwendig. Doch die gegenwärtigen Angebote sind vollkommen inakzeptabel. Daher sollten die armen Länder eher die Fristen des Jahres 2006 verstreichen lassen und auf besseren Angeboten beharren, als ein schlechtes Abkommen zu unterzeichnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Oxfam International, die Amy Barry verfaßt hat. Die WTO-Verhandlungen vor und nach der Deadline Ende April 2006 brachten keinerlei Fortschritte. Die EU und USA blieben bei ihren Verhandlungsvorschlägen, die Entwicklungsanliegen mehrheitlich unberücksichtigt lassen. Sollten sich dies bis Ende Juli 2006 nicht maßgeblich ändern, wären die armen Länder besser beraten, weiter zu verhandeln, anstatt ein schlechtes Abkommen zu unterzeichnen, selbst wenn dies heißt, daß die US-Administration ihr jetziges, weitreichendes Verhandlungsmandat verliert und sich damit die Verhandlungen um Jahre verzögern. |
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Dieser W&E-Hintergrund erscheint im Auftrag von Oxfam Deutschland, Berlin. Er basiert auf einem Briefing Paper von Oxfam International und der Oxfam Make Trade Fair Campaign. |
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