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Kenia-Debatte: Land vor dem Bürgerkrieg?

Von Sanktionen ist abzuraten

Nur im Web – Die veröffentlichte Meinung liebt die Zuspitzung, entweder schwarz oder weiß, entweder Hoffnungsträger oder an ihren Pfründen klebende Politiker. Demgegenüber lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Das verbreitete Bild, dass eine anfänglich mit viel Vorschusslorbeeren bedachte kenianische Regierung unter Präsident Kibaki in Korruption und Misswirtschaft abgerutscht sei, trotz hoher Wachstumsraten nichts für die Armen getan habe und sich jetzt qua Wahlfälschung ihrer verdienten Abwahl widersetzt, gibt die Wirklichkeit nicht zutreffend wieder. Ein Beitrag von Roger Peltzer.

 

Kibaki hat zwei entscheidende Wahlversprechen nicht gehalten. Er hat den Kampf gegen die Korruption nur sehr halbherzig geführt, und er hat die Verabschiedung einer neuen Verfassung, die in der Exekutive mehr Machtteilung vorsah, verhindert. Das hat zum Auseinanderbrechen der multiethnischen Koalition geführt und ist eine der Ursachen der jetzigen Polarisierung der kenianischen Gesellschaft. Andererseits kann die Regierung Kibaki durchaus beachtliche Erfolge vorzeigen...

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Veröffentlicht 27.1.2008

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