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NEU! Nr. 07-08/2008



In dieser Ausgabe:

* Das Welthandelssystem in der Transformationskrise: Letzte Ausfahrt Genf?
Das erneute Scheitern der Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) zeigt, dass sich die Industriestaaten mit dem größeren wirtschaftlichen Gewicht der Schwellenländer und dem gewachsenen Selbstbewusstsein aller Entwicklungsländer noch immer schwer tun. Die Interessen der kleinbäuerlichen Landwirtschaft und die Forderung nach einem Speziellen Schutzmechanismus für Agrarprodukte erweisen sich als Knackpunkte. Eine Auswertung der jüngsten Verhandlungen in Genf von Tobias Reichert.
>>> auch im Web

* Bericht der MDG-Africa Steering Group: Neuer Masterplan für die zweite Halbzeit

Trotz aller Teilerfolge bei der Armutsbekämpfung in einzelnen Ländern wird die Region Sub-Sahara-Afrika als Ganzes voraussichtlich kein einziges Millennium-Entwicklungsziel (MDG) fristgemäß bis 2015 erreichen. Das geht aus dem Anfang Juli veröffentlichten Berichts der MDG-Africa Steering Group hervor. Jetzt droht auch noch Gegenwind durch die schwächelnde Weltwirtschaft, die Nahrungsmittelkrise und die Folgen fortschreitenden Klimawandels. Von Bodo Ellmers.

* Zwischen Good Governance und Neopatrimonialismus: Max Weber in Afrika
Die Entwicklungspolitik der Industrieländer, euphemistisch als Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bezeichnet, besteht nur zum Teil – und zwar zum weniger wichtigen – aus Entwicklungsfinanzierung. Tatsächlich wurden und werden mit der EZ politische Konzepte transferiert. Je ärmer und abhängiger die Entwicklungsländer sind, desto weniger können sie die als Beratung und ‚Politikdialog’ angebotene Unterstützung ablehnen, schreibt Jörg Goldberg in seinem neuen Afrika-Buch.
>>> auch im Web

* Globaler Konjunkturabschwung: Damoklesschwert für die LDCs
Zwischen 2004 und 2006 erlebten die 50 ärmsten Länder der Welt (LDCs) einen Rekordanstieg ihrer Exporte um 80% und ihr höchstes Wirtschaftswachstum in 30 Jahren. Doch die wachsende Abhängigkeit vom Export einiger einfacher Produkte, vorrangig Erdöl, Industrieprodukte niedriger Fertigungstiefe, Minerale und Erze sowie Agrarprodukte, macht sie anfällig für Rückschläge, warnt der diesjährige LDC-Report der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD). Eine W&E-Zusammenfassung.

* Werte-Kapitalismus: Unterwegs zur Gemeinwohlökonomie
Nach den „50 Vorschlägen für eine gerechtere Welt“ geht Christian Felber nunmehr der Frage nach, woran die Umsetzung dieser gerechtern Welt (bisher?) scheitert. Gleich eingangs macht er vor allem „das Gewinninteresse mächtiger Konzerne“ als zentrales Hindernis aus, dem die Politik willfährig diene. Wer nun erwartet, dass der Autor, die ideologische Keule schwingend, über mehr als 300 Seiten sich an übermächtigern Gegnern abarbeitet, wird aufs Angenehmste überrascht. Von Walter Spielmann.

Rubriken:
* W&E-Infospiegel (mit Kurzinformationen, Lese- und Terminhinweisen)

W&E 07-08/Juli-August 2008
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