Im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E) 09/2003 lesen Sie:
* Am Ende eines langen Booms: Neue Ethik für Auslandsinvestitionen? Grenzüberschreitende Investitionen sind neben dem internationalen Handel, internationalen Finanzflüssen und den Migrationsbewegungen der Arbeit eines der entscheidenden Schwungräder ökonomischer Globalisierung. Nach einem langen, über zwei Jahrzehnte anhaltenden Boom bei ausländischen Direktinvestitionen (FDI) hat sich deren Expansionstempo jüngst deutlich abgeflacht. Gleichzeitig entwickeln sich neue Initiativen zur internationalen Steuerung und Regulierung grenzüberschreitender Investitionstätigkeit. Eine kurze Übersicht von Rainer Falk.
* Kohärenz zwischen Weltbank, IWF, WTO und UNO (I): Wölfe im entwicklungspolitischen Schafspelz In den vergangenen Monaten hat sich die Weltbank an führender Stelle um die Harmonisierung der Politiken der Geberländer und um mehr Kohärenz zwischen der Bank, dem IWF und der WTO bemüht. Aber läuft diese Harmonisierung nicht auf eine neue Standardrezeptur nach dem Motto "One-size fits all" hinaus? Und bedeuten Bestrebungen nach mehr Kohärenz im Rahmen der derzeitigen Runde von Handelsverhandlungen nicht automatisch Nicht-Kohärenz mit Zielen der Entwicklungspolitik? Eine Zwischenbilanz der Debatte zieht das Bretton Woods Project.
* Internationale Politische Ökonomie: Globalisierung und Hegemonie Die entstehende Neue Weltordnung, deren Konturen nach dem 11. September 2001 noch deutlicher sichtbar geworden sind, gibt natürlich auch Anlaß zu wissenschaftlichen Klärungsprozessen. Das Fachgebiet „Globalisierung & Politik“ um Christoph Scherrer an der Universität Kassel lud zu einem Workshop ein, um das theoretische und zeitdiagnostische Potenzial eines spezifischen Ansatzes zu diskutieren: die sog. neo-gramscianische Variante der Internationalen Politischen Ökonomie (IPÖ). Ulrich Brand faßt zentrale Erkenntnisse zusammen.
* Rubriken: W&E-Update (mit einer politischen Terminvorschau für das 4. Quartal 2003) und W&E-Infospiegel (mit Kurzmeldungen, Lese- und Tagungshinweisen)
Geld für Gendergerechtigkeit + Entwicklungsfinanzierung im Dienste der Frauen + Gender, Wirtschaft und Finanzen + Öffentliche Investition und Reproduktion