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11-12-2001
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Im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E) 11-12/2001 lesen Sie:
* Nach der WTO-Konferenz von Doha: Entwicklungsrunde für den Norden? Vom 9. bis 14. November 2001 fand unter strengsten Sicherheitsbedingungen und weitgehendem Ausschluß zivilgesellschaftlicher Opposition die 4. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) in Doha, der Hauptstadt des Golfemirates Katar, statt. Zwei Jahre nach dem Debakel von Seattle gelang diesmal der Versuch, eine neue Welthandelsrunde zu eröffnen. Allerdings wurde die endgültige Einigung über einige zentrale Elemente dieser Runde auf die 5. Ministerkonferenz ins Jahr 2003 vertagt. Peter Fuchs faßt die Ergebnisse von Doha zusammen.
* Die G20 in der globalen Finanzarchitektur: Reform oder Auflösung? Mitte November trafen sich in Ottawa nicht nur die Aufsichtsgremien von IWF und Weltbank, um ihre Jahrestagung nachzuholen, sondern auch die Gruppe der 20 (G20). Neben den G8-Ländern gehören ihr auch Argentinien, Australien, Brasilien, China, Indien, Korea, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika und die Türkei an sowie jeweils ein Vertreter der EU und der Bretton-Woods-Institutionen. Trotz dieser Mitgliedschaft wird die G20 den Erwartungen an mehr Partizipation des Südens in der Finanzmarktdebatte nicht gerecht, argumentiert Gerry Helleiner.
* Währungspolitik, Stabilisierung und Liquiditätsvorsorge: Die Kernaufgaben des Internationalen Währungsfonds Die Vertreter des Internationalen Währungsfonds betonen in steter Regelmäßigkeit, daß sich der Fonds auf seine "Kernkompetenz" konzentrieren müsse. Diese bestehe in der Herstellung makro-ökonomischer Stabilität. Dahinter wiederum verbirgt sich die Sanierung der Volkswirtschaften der Schuldnerländer nach dem neoklassischen Dreiklang "Absenkung der Inflation, Ausgleich des Haushalts und Rückführung des Zahlungsbilanzdefizits". Die Stabilisierung des währungspolitischen Umfeldes gehört nicht dazu - ein grotesker Sachverhalt, gab die Sorge um die Stabilität der Währungen dem IWF doch einst seinen Namen. Von Rainer Falk.
* Welthandel und Waldvernichtung: Ausverlauf der letzten Regenwälder? Einer der am wenigsten umstrittenen Punkte bei der WTO-Ministerkonferenz in Doha war die Forderung nach Verbesserung des Marktzuganges für nicht-landwirtschaftliche Produkte. Da dazu auch die Forst-Produkte zählen, verbirgt sich dahinter indirekt die Forderung nach einem Abkommen über unbegrenzten Waldeinschlag ("Global Free Logging Agreement"). In einer Greenpeace-Studie befaßt sich Richard G. Tarasofsky mit der Bedeutung der von der WTO geplanten Liberalisierungsmaßnahmen für die globalen Wälder.
* Herausforderung für die NGO-Bewegung: Die Moon-Sekte und die UNO Die Organisation des Reverend Sun Myung Moon unterwandert die Vereinten Nationen. Drei Gruppen der Moon-Sekte bekamen formal den NGO-Status zugesprochen, weitere haben ihn beantragt. Das Moon-Imperium nutzt so die Vereinten Nationen zur Abhaltung von Konferenzen und öffentlichen Veranstaltungen. Eine neuer, von Moon gesponsorter Dachverband namens World Association of NGOs (WANGO) tritt als authentische Stimme der NGO-Gemeinde auf, berichten Harold Paine und Birgit Gratzer.
* "Frieden, Freiheit, Kapitalismus": Die Vorverhandlungen zur Monterrey-Konferenz Bei den Vorverhandlungen zur UN-Konferenz "Financing for Development" (FfD), die vom 18. bis 22. März 2002 in Monterrey/Mexiko zusammen kommen soll, zeichnen sich immer deutlicher die politischen Konfliktlinien zwischen Nord und Süd, aber auch zwischen den USA und der EU ab. Wer gehofft hatte, daß sich nach dem 11. September die Rahmenbedingungen für Nord-Süd-Politik auf multilateraler Ebene verbessert hätten, mußte sich auf auf dem jüngsten PrepCom eines Besseren belehren lassen. Ein Bericht aus New York von Jens Martens.
* Rubriken: W&E-Update (politische Terminvorschau auf das 1. Quartal 2002) und W&E-Infospiegel (mit Kurzinfos, Lese- und Tagungshinweisen)
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