Dieser Sonderdienst des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E-SD 9-10/2005) diskutiert:
* Die neue Entwicklungshilfe-Architektur: Gendergerecht? * Die Herausforderung des islamischen Fundamentalismus * Neuverhandlung der öffentlichen Güter zu Lasten der Frauen? * Biopolitik zwischen Autonomie und Vermarktlichung * Der feministische Pfad in die Informationsgesellschaft
Zehn Jahre nach der Weltfrauenkonferenz in Peking aktualisiert dieser zweite Sonderdienst „Femme Globale“ weitere zentrale Themen der internationalen feministischen Debatte. Den Auftakt macht Ewa Charkiewicz, die den gängigen globalen feministischen Kanon kritisch hinterfragt. Mirjam van Reisen und Maxi Ussar überprüfen die neueren entwicklungspolitischen Strategien der Armutsbekämpfung darauf hin, welcher Stellenwert dort der Geschlechtergleichheit eingeräumt wird. Am Beispiel Pakistan verweist Marion R. Mueller auf die Herausforderungen, die der islamische Fundamentalismus für feministische Bewegungen beinhaltet. Ingrid Spiller fragt nach den frauenspezifischen Interessen bei der Neuverhandlung der öffentlichen Güter. Den schwierigen Balanceakt zwischen Autonomie und neuen Abhängigkeiten beim Umgang mit den neuen Reproduktionstechniken beleuchtet Andreas Poltermann. Welche Chancen Frauen in der Informationsgesellschaft haben, erläutert schließlich Heike Jensen am Beispiel des Vorbereitungsprozesses auf den zweiten Teil des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) im kommenden November in Tunis.
Dieser Sonderdienst erscheint in Zusammenarbeit mit der Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin, anläßlich der internationalen Konferenz Femme Globale: Geschlechterperspektiven im 21. Jahrhundert, 8. – 10. September 2005 (www.femme-globale.de).
Mehr zum Thema: * Geschlechterperspektiven im 21. Jahrhundert (Femme Globale I) >>> W&E SD 5-6/2005. * Engendering der Makroökonomie >>> W&E 06-07/2005. * Bericht von der UN-Frauenrechtskommission >>> W&E 04/2005.
Geld für Gendergerechtigkeit + Entwicklungsfinanzierung im Dienste der Frauen + Gender, Wirtschaft und Finanzen + Öffentliche Investition und Reproduktion