Gleich drei entwicklungspolitische Berichte thematisieren in diesem Herbst die wachsende gesellschaftliche Ungleichheit innerhalb und zwischen den Ländern der Welt. In ihrem Weltentwicklungsbericht erkennt die Weltbank zum erstenmal an, daß neben Wachstum Umverteilung erforderlich ist, um der weltweiten Armut ein Ende zu setzen. Der neue Weltsozialbericht und der Human Development Report verweisen darauf, wie wichtig die Verteilungsdimension auch und gerade für die Verwirklichung der entwicklungspolitischen Millenniumsziele (MDGs) ist.
... und die Querdenker in Genf
Im Zentrum der Berichte der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) stehen in diesem Jahr drei Themen: Der Trade and Development Report behandelt die wachsenden Ungleichgewichte in der Weltwirtschaft und die neue Rolle der Schwellenländer. Ein Papier des Genfer UNCTAD-Sekretariats zieht die Lehren aus den sog. Reformen der 90er Jahre. Der neue Weltinvestitionsbericht befaßt sich mit der Rolle der Transnationalen Konzerne in Forschung und Entwicklung, während der Bericht zur wirtschaftlichen Situation Afrikas eine grundsätzliche Neubewertung der ausländischen Direktinvestitionen (FDI) auf dem Kontinent vornimmt.
* Die Links zum Wortlaut der Berichte finden Sie in der folgenden Tabelle:
Die Herbstberichte auf einen Blick
Herausgeber
Titel
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UN Development Programme (UNDP)
Human Development Report 2005: International Cooperation at a Crossroads. Aid, Trade and Security in an Unequal World