Während die Welt verhandelte, stieg still und leise die Konzentration von Treibhausgas. Reihenweise werden die globalen Temperaturrekorde gebrochen. Zwischen den klimawissenschaftlichen Erkenntnissen und politischem, wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Handeln klafft eine immer größere Kluft. Die Politik reagiert bislang völlig unzureichend. „Kyoto Plus“ ist gefragt, auch bei den nächsten Klimaschutzverhandlungen vom 6.-17. November in Nairobi, schreiben Jörg Haas und Barbara Unmüßig.
Im notwendigen weltweiten ökologischen Strukturwandel, der auf die Transformation unseres CO2-basierten Wirtschaftens abzielt, sind bisher allenfalls die ersten Schritte unternommen. Gewiß gibt es positive Entwicklungen, wie z.B. die hohen Wachstumsraten der erneuerbaren Energien. Doch auch Deutschland und die EU, die sich gerne als Vorkämpfer des globalen Klimaschutzes in die Brust werfen, erweisen sich bei näherer Betrachtung als stark hinkende Vorreiter ...
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(Veröffentlicht: 5.10.2006
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