Auf dieser Seite veröffentlichen wir in loser Folge längere oder andernorts erschienene Texte und Materialien aus der Feder unserer Mitherausgeberinnen und Mitherausgeber.
Eine Zukunft für die internationale Klimapolitik
* Ein Diskussionspapier am Vorabend von Durban Zwei Jahre nach dem Klimagipfel von Kopenhagen entfernt sich die Welt immer rascher von einer Zukunft, die hinsichtlich des Klimawandels und seiner Folgen zugleich ambitioniert und gerecht ist. Die Politik ist voll und ganz mit der weltweiten Finanzkrise beschäftigt. Darüber gerät die Klimakrise mehr und mehr in Vergessenheit. Verantwortung für die Klimakrise und den Beinahe-Stillstand der Verhandlungen tragen Industrieländer und Schwellenländer, wenn auch in unterschiedlicher historischer und aktueller Ausprägung. Das mangelnde öffentliche Interesse und den Rückzug wichtiger Akteure aus den UN-Klimaverhandlungen (UNFCCC) können wir uns nicht leisten, schreiben Barbara Unmüßig und Lili Fuhr. >>> mehr im Papier
Man kann sich Kapitalismus abgewöhnen
* Ein Interview mit Elmar Altvater Unser Wirtschaftssystem steckt in der Krise, der Planet stirbt. Höchste Zeit, sich etwas Neues auszudenken, sagt der Kapitalismuskritiker Elmar Altvater im Interview. >>> mehr auf Zeit-Online
Boykottiert Rio+20!
* Ein Kommentar von Uwe Hoering In Rio gibt es wenig zu feiern. In Rio stehen viele der brennenden Themen und Fragen nicht auf der Tagesordnung. In Rio werden keine Weichen gestellt und keine wichtigen Entscheidungen fallen. Und für die Zivilgesellschaft ist in Rio kein Blumentopf zu gewinnen. Ja, Rio+20 kann und sollte genutzt werden, um für die eigenen Ideen, Positionen und Forderungen zu werben. Aber das geschieht besser, indem man Rio+20 boykottiert. >>> mehr auf der Original-Website
UmSteuern
* Folgen von Steuer- und Kapitalflucht für die Länder des Südens - und was dagegen zu tun ist Nachhaltige Entwicklung ist dauerhaft nur möglich, wenn in den Ländern des Südens selbst Staatseinnahmen mobilisiert werden, die groß genug sind, um die benötigten öffentlichen Güter und Dienstleistungen in ausreichendem Umfang bereitzustellen. Nur so kann die Abhängigkeit von den reichen Gebern überwunden werden, in der sich vor allem die ärmsten Länder weiterhin befinden. Grundvoraussetzungen dafür sind ein effektives Steuersystem, mit dem die Regierungen die notwendigen Staatseinnahmen erzielen können, sowie transparente und demokratisch bestimmte Haushalte, die der Finanzierung der wesentlichen Entwicklungsaufgaben dienen. Von Jens Martens und Wolfgang Obenland. >>> mehr in der Original-Broschüre
Jenseits der Investitionsquote
* Entwickelte Industrie, schrumpfende Bevölkerung, mehr Umweltschutz – geht das alles überhaupt mit dem Kapitalismus? Die Investitionsmöglichkeiten in den entwickelten Industrieländern sind begrenzt. Dies hat zwei Gründe: Erstens ist angesichts des erreichten, hohen Entwicklungsstandes der Umfang der Modernisierungsinvestitionen beschränkt. Dies steht im Gegensatz zu den neu industrialisierten Ländern, wo die Basis für eine industrielle Produktion erst geschaffen wird. Zweitens erfordert eine stagnierende oder sinkende Bevölkerungszahl weniger (oder kein) Wirtschaftswachstum und folglich weniger oder keine Erweiterungsinvestitionen. Ein weiterer, dritter Grund gilt nicht nur für die Industrieländer: Ein ernsthafter Umweltschutz verlangt in vielen Bereichen weniger Produktion und damit weniger Investitionen. Von Herbert Schui. >>> mehr im Freitag
Die andere Finanzkrise
Arme Frauen, kleine Kredite, große Geschäfte Von Christa Wichterich
Auswirkungen - Reaktionen - Konsequenzen. Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise für Armutsbekämpfung und Entwicklung Von Jens Martens und Antje Schulthei
und Handlungsoptionen für die Entwicklungspolitik. Stellungnahme zur Öffentlichen Anhörung im Bundestagsausschuss für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AWZ) Von Peter Wahl
Die Vorteile der weltwirtschaftlichen Integration kommen bisher nur kleinen Minderheiten von Spitzenverdienern zu Gute. Selbst konservative Ökonomen denken mittlerweile über soziale Inklusion und wirkungsvolle Umverteilung nach. Von Rainer Falk
Sicherstellen, daß auch beim privaten Sponsoring das öffentliche Interesse im Mittelpunkt steht Kommentar zu Waren Buffet und Bill Gates im "Handelsblatt" Von Barbara Unmüßig
Triebkräfte und Merkmale der Allianzbildung unter Entwicklungsländern nach Cancún Thesen zum SEF-Sommerdialog "Multilateralism in Transition" Von Rainer Falk
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. Special Feature: The New South (Dokumentation) >>> hier.
Wasser für Nahrung - Wasser für Profit
Die Politik der Weltbank im landwirtschaftlichen Sektor Brot für die Welt-Hintergrund-Materialien 15 Von Uwe Hoering
Innere Widersprüche, externe Schocks und glaubwürdige Alternativen Einleitung aus dem Buch "Das Ende des Kapitalismus, wie wir ihn kennen. Eine radikale Kapitalismuskritik" (Verlag Westfälisches Dampfboot: Münster 2005) Von Elmar Altvater
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Reflexionen zur "neoliberalen Hegemonie" in Lateinamerika Schlußkapitel aus dem Buch "Lateinamerika: Verfall neoliberaler Hegemonie?" (300 S., VSA-Verlag: Hamburg 2005) Von Dieter Boris/Stefan Schmalz/Anne Tittor
Leseprobe auf der Website des Verlags: >>> hier Bestellmöglichkeit über Amazon im Kasten >>>
Germanwatch-Hintergrundpapier zur Ausgangslage vor der COP 11/MOP 1, 28.11.-9.12.2005 Von Christoph Bals/Manfred Treber/Sven Anemüller/Dustin Neuneyer/Klaus Milke/Gerold Klier
Towards a Sustainable, Gender-Fair, Just Governance Presentation at the Public Hearing "The EU Responsibility at the WTO: Environment, Gender, and Development" in Brussels, 9 November 2005 By Christa Wichterich
Die Unesco will eine neue Konvention verabschieden, um kulturelle Inhalte und künstlerische Ausdrucksformen gegen den wirtschaftlichen Liberalisierungsdruck zu schützen. Ein Kommentar von Barbara Unmüßig
ABC der Globalisierung. Von "Alterssicherung" bis "Zivilgesellschaft".
Neun MitherausgeberInnen des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung haben Stichwörter zu diesem populären Nachschlagewerk beigesteuert. das der Wissenschaftliche Beirat von attac in Kooperation mit der tageszeitung (taz) und der Heinrich-Böll-Stiftung herausgegeben hat. 218 S., VSA-Verlag: Hamburg 2005
* Leseprobe Stichwort "Strukturanpassung">>> hier [65 KB]
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Freiwilligkeit und ihre Grenzen. Zur gesellschaftspolitischen Verantwortung globaler Unternehmen.
Konzerne verpflichten sich zur Einhaltung von sozialen und ökologischen Prinzipien. Doch kontrolliert werden sie nicht. Eine kritische Bilanz von Barbara Unmüßig
Einführungskapitel aus dem Buch Gesellschaft zerstören. Der neoliberale Anschlag auf Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Ein Reader kritischer Stimmen zur US-amerikanischen Politik Von Bernd Hamm
PDF-Download >>> hier anklicken [56 KB]
Download des Kapitels über Wolfowitz und Perle >>> hier [89 KB]
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"Die EU-Handelspolitik hat zum Ziel, die wirtschaftlichen Früchte der Handelsliberalisierung zu ernten, gleichzeitig aber jene universellen Werte zu fördern, die dem europäischen Projekt zugrunde liegen: Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit." Diese Aussage des EU-Handelskommissars Karel De Gucht ist in gleich mehrfacher Hinsicht aufschlussreich.
Das Weltwirtschaftsforum von Davos findet in der ersten Woche des Jahrs des Drachens statt. In China und überall auf der Welt hoffen die Menschen auf ein glückliches Jahr. Doch vielleicht besteht die einzige Sicherheit darin, dass es ein Jahr der Unsicherheit sein wird. Auf jeden Fall wird sich der Zusammenstoß der Entwicklungs- und Industrieländer intensivieren - und damit der kapitalistischen Systeme.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will es wissen: Seine finanziellen Ressourcen sollen von derzeit 385 Mrd. US-Dollar auf 1 Billion US-Dollar aufgestockt werden, um auf die potentiellen Krisen der nächsten beiden Jahre adäquat reagieren zu können. Die Mitgliedsländer des Fonds sollten sich darauf einlassen, aber nicht ohne Bedingungen.
Nach Jahrzehnten der Isolation, die die wichtigsten OECD-Länder aus Sorge um die Menschenrechtsverletzungen auferlegt hatten, erscheint Myanmar plötzlich als neuer Liebling des Westens, jedenfalls wenn man die rasche Abfolge der Besuche offizieller Politiker und anderer Gurus nimmt.
Es hatte so vorbildlich angefangen. In der ersten Rede vor seinem neuen Haus am 28. Oktober 2009 hatte Dirk Niebel in aller Bescheidenheit erklärt: "Es ist ein Anfang für mich: Ein neues Amt, eine neue Verantwortung. Wie ich es auch drehe: Für eine Weile bin ich also Anfänger." Die "Weile" war kurz.
Das "Permanente Tribunal der Völker" der Lelio- und Lisli-Basso-Stiftung mit Sitz in Rom hat in einer Verhandlung im indischen Bangalore sechs Multis der Agrochemie, nämlich Monsanto, Dow Chemicals und DuPont aus den USA, Syngenta aus der Schweiz, Bayer und BASF aus Deutschland, verurteilt, ihre Produktion von Umweltgiften sofort einzustellen.
Obwohl kaum einer davon gehört hat, fand Anfang Dezember 2011 eine historische Veränderung in der westlichen Hemisphäre statt. In Caracas/Venezuela wurde eine neue Regionalorganisation aus der Taufe gehoben, und alle waren dazu eingeladen außer den USA und Kanada.
Die Diskussion über die Situation nach Durban, den Klimawandel und die "Durban-Plattform", die die Konferenz verabschiedete, reißt nicht ab. Die Kernfrage lautet: Was haben der Süden und die Welt nach fast zwei Wochen intensiver und nervenaufreibender Verhandlungen gewonnen?
Der EU-Gipfel am 8./9. Dezember 2011 stand unter hohem Erwartungsdruck. Vom "Schicksalsgipfel" war die Rede, und ein Durchbruch bei der Eurokrise wurde erhofft. Das Ergebnis ist ernüchternd. Das Rezept der Bundesregierung - Fiskalunion und Austeritätspolitik - hat sich durchgesetzt.
Im "Durban-Sprech" (neudeutsch für: öffiziöse Sprachregelung auf und am Rande der Konferenz) waren die USA, China und Indien unisono die Bösewichte und Bremser. Für das indische Centre for Science and Environment (CSE) ist hingegen die Gerechtigkeitsfrage ("equity") auf die Agenda der Klimaverhandlungen zurückgekehrt.