Vorab im Web - Nach Jahren des Wachstumsbooms und der Selbstzufriedenheit hat sich der Wind gedreht: Die Weltwirtschaft steht auf der Kippe, schreibt die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in ihrem neuen Jahresbericht. Bis zu 75 Entwicklungsländer könnten angesichts der explodierenden Öl- und Lebensmittelpreise in eine akute Zahlungsbilanzkrise geraten, warnt der Internationale Währungsfonds (IWF). Doch die Krise der globalen Ökonomie ist nicht nur ein Thema für Zukunftsprognosen. Sie ist bereits Realität, als Energie- und Klimakrise, als Nahrungsmittel- und Finanzkrise. Die Vierfach-Krise des globalen Kapitalismus analysiert Elmar Altvater.
Das einer kritisch-emanzipatorischen Weltsicht nicht verdächtige Weltwirtschaftsforum von Davos hat in der bislang zumeist als stabil interpretierten neoliberalen Weltordnung 2008 „globale Risiken“ ausgemacht, die die menschliche Sicherheit gefährden. Explizit werden erwähnt: (1) die Krisen der Finanzmärkte, denn anders als die Asienkrise vor mehr als zehn Jahren hat die Immobilienkrise die Zentren der Weltwirtschaft, die USA und Großbritannien, erwischt und dem internationalen Finanzsystem hohe Verluste beschert ...
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