Web-Langfassung – Joseph E. Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft, ehemaliger Chefökonom der Weltbank und Professor an der Columbia-Universität, ist zum Leiter einer Hochrangigen Task Force der Vereinten Nationen ernannt worden, die das globale Finanzsystem untersuchen soll. In den folgenden Punkten hat Joseph Stiglitz seine persönliche Position (und die der Initiative for Policy Dialogue) zu Kernelementen einer Antwort auf die gegenwärtige globale Finanzkrise zusammengefasst.
1. Die gegenwärtige Finanzkrise, die in den USA entstanden und von dort nach Europa übergeschwappt ist, hat jetzt die ganze Welt erfasst. Auch Schwellenländer und weniger entwickelte Länder, die ihre Volkswirtschaften gut führten, fragwürdigen Kreditpraktiken widerstanden, hohe Fremdwährungsreserven hielten, keine toxischen Hypothekenpapiere kauften und es nicht zuließen, dass sich ihre Banken an hoch riskanten Derivatgeschäften beteiligten, werden wahrscheinlich in den Sog der Krise geraten und ihre Folgen zu spüren bekommen. Jede globale Lösung – kurzfristige Maßnahmen zur Stabilisierung der aktuellen Situation ebenso wie langfristige Maßnahmen, die eine Wiederholung der Krise verhindern sollen – muss den Auswirkungen auf diese Länder gebührend Rechnung tragen. ...
... dieser Artikel erscheint gekürzt in W&E 11/2008 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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