Bereits zu Beginn gilt 2009 als ausgemachtes Rezessionsjahr. Während die globale Finanzkrise überall die Realwirtschaft erfasst, wächst der Veränderungsdruck auf den „Baustellen der Globalisierung“. Wohin die Reise geht, ist durch die schlechte Konjunktur keineswegs automatisch und in einer Richtung vordeterminiert. 2009 repräsentiert auch ein „Window of opportunity“: Welche Konsequenzen aus der globalen Finanzkrise gezogen und wie die Weichen in diesem Jahr gestellt werden, kann die Gestalt von Global Governance auf absehbare Zeit entscheidend mitbestimmen. Rainer Falk und Barbara Unmüßig geben eine Übersicht.
Der Trend der weltwirtschaftlichen Entwicklung weist klar nach unten, und die Prognosen der relevanten Institutionen unterscheiden sich kaum noch (s. Hinweise). Während die UNO in ihrem Global Outlook für 2009 ein weltweites Wachstum von nur noch 1% prognostiziert (gegenüber 3,8% 2007), sind es in den Global Economic Prospects der Weltbank 0,9% (gegenüber 3,7% 2007). Das Wachstum der Entwicklungsländer dürfte 2009 auf durchschnittlich 4,6% (2007: 7,1% - UNO) bzw. auf 4,5% (2007: 7,9% - Weltbank) zurückgehen, wobei dies bereits die Werte der mittleren Szenarien sind. Der IWF ist noch etwas pessimistischer, doch alle Auguren halten sich eine weitere Korrektur der Zahlen nach unten offen ...
... dieser Artikel erscheint in W&E-Hintergrund Januar 2009 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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