Vorab im Web – “Jeder Konsens ist Dummheit.” Diese Worte des brasilianischen Schriftstellers Nelson Rodrigues könnten ein Motto des Weltsozialforums (WSF) sein. Jedes Fazit läuft also Gefahr, das Forum zu stark auf einige Aspekte zu reduzieren oder die eigene, notwendigerweise beschränkte Perspektive des Forums zur Synthese zu stilisieren. Dennoch lassen sicheinige Tendenzen aufzeigen, welche die diesjährige Ausgabe des WSF charakterisieren. Die Diversität sozialer Bewegungen im Spannungsfeld zu den progressiven Regierungen Lateinamerikas beschreibt Thomas Fatheuer.
Chavez, Morales, Lula, Correa
Tatsächlich, wer Konsens oder gar Handlungsperspektiven sucht, wird es auch dieses Jahr leicht haben, das WSF zu kritisieren. Die mehr als 100.000 Menschen, die in der Amazonasmetropole Belem zusammenkamen, vereinigten zu viele politische und kulturelle Strömungen, als dass sie sich auf einen gemeinsamen Nenner bringen ließen ...
... dieser Artikel erscheint in W&E 02/2009 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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