Vorab im Web - Die Finanzmarktkrise belegt auf dramatische Weise, dass Wirtschaftspolitik sich nicht an einzelwirtschaftlichen Zielen orientieren darf. Was für einzelne Unternehmen vernünftig sein mag, kann gesamtwirtschaftlich in die Katastrophe führen. Ein neuer Bericht der UNCTAD zur globalen ökonomischen Krise zeigt, warum der Marktfundamentalismus der letzten 20 Jahren versagt hat, und plädiert für die Stärkung der Rolle der Regierungen in einem global abgestimmten System öffentlicher Wirtschaftspolitik. Dabei müssen die Vereinten Nationen eine zentrale Rolle spielen. Von Jörg Goldberg.
Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) ist jenes Mitglied der UN-Familie, das den marktradikalen „Washington Consensus“ immer kritisiert hat. Ihre langjährigen Warnungen vor blindem Vertrauen in die Märkte und für mehr und bessere Regulierung der internationalen Finanzsysteme finden heute eine dramatische Bestätigung. Trotzdem ist nicht sicher, dass ihre Vorschläge zur Errichtung einer stabilen, an gesamtwirtschaftlichen Wohlstandseffekten orientierten Weltfinanzordnung heute Gehör finden ... ... dieser Artikel erscheint in W&E-Hintergrund April 2009 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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