Vorab im Web - Auf der Frühjahrstagung brillierte der Internationale Währungsfonds (IWF) mit der Ankündigung neuer Kreditlinien. Neue konzeptionelle Töne schlug der Geschäftsführende Direktor des Fonds, Dominique Strauss-Kahn, an. Neben der Reform der Entscheidungsstrukturen zugunsten des Südens wird immer mehr die Konditionalität der IWF-Kredite zur Gretchenfrage. Wie weit die Veränderungen in dieser Frage gehen, analysieren Nora Lustig, Mark Weisbrot und Nuria Molina.
Vorbemerkung: Neben den klassischen Beistandskrediten (Stand-by) lassen sich Veränderungen in der Vergabepolitik des Fonds vor allem an drei Kreditlinien ablesen: Zunächst ist da die neue Flexible Credit Line (FCL) für Schwellenländer mit gesunden Fundamentaldaten. Über dieses Notfallfenster haben sich bis jetzt immerhin drei Länder (Mexiko, Kolumbien und Polen) potentielle Stützungskredite gesichert. Die FCL scheint damit erfolgreicher zu sein als die inzwischen wieder abgeschaffte Contingent Credit Line (CCL), deren Mittel keiner beantragen wollte, weil davon eine Stigmatisierung auf den Kapitalmärkten befürchtet wurde. Hinzu kommt die angekündigte Verdoppelung der Kreditlinien für die ärmsten Länder in den nächsten zwei Jahren. Dabei geht es einmal um das Kreditfenster für die hochverschuldeten armen Länder (Poverty Reduction and Growth Facility – PRGF), zum anderen um die Kreditfazilität für die von externen Schocks betroffenen Länder (Exogenous Shock Facility – ESF) ... ... dieser Artikel erscheint in W&E-Hintergrund Mai 2009 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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