Vorab im Web – Die Wirtschafts- und Finanzkrise zwingt die Regierungen zur schonenden Regulierung des kapitalistischen Weltwirtschaftssystems. Klimaschutz besitzt in diesem Kontext nur einen geringen Stellenwert. Die nationalen Interessenlagen, die schon immer die internationale Klimapolitik bestimmt haben, treten deutlicher denn je in den Vordergrund. So wird verständlich, warum die UN-Klimaverhandlungen vor Kopenhagen so festgefahren sind, schreibt Achim Brunnengräber.
Es ist einmalig in der Geschichte, dass ein UN-Generalsekretär bereits im Vorfeld einer internationalen Konferenz deren Scheitern erwartet. Ban Ki-moon wäre schon zufrieden, wenn die Regierungen in eine „konstruktive Diskussion“ eintreten würden, die dann den Weg für Nach-Kopenhagen-Verhandlungen freimachen und zu einem rechtlich bindenden Abkommen führen würden.
Vor allem die nationalen Eigeninteressen der Industrie- und Schwellenländer sind verantwortlich dafür, dass das globale öffentlichen Gut „Atmosphäre“, das die Staatengemeinschaft mit der Klimarahmenkonvention (1992) und dem Kyoto-Protokoll (1997) angetreten ist für die ganze Menschheit zu schützen, so vernachlässigt wird ...
... dieser Artikel erscheint in W&E 11/November 2009 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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