Vorab im Web - In den letzten Wochen gab es schrille Angriffe von Mitgliedern des US-Kongresses und von US-Ökonomen auf die chinesische Wirtschaftspolitik. Danach ist die chinesische Politik der Bindung der eigenen Währung an den Dollar für die Unterbewertung des Yuan verantwortlich, hat zu Chinas großem Handelsbilanzüberschuss geführt und ist ein Hauptgrund für die wirtschaftlichen Probleme der Amerikaner. Martin Khor stellt einen neuen Report vor, der dem China-Bashing eine realistische Strategie des Ausgleichs der globalen Ungleichgewichte gegenüber stellt.
Die Vorwürfe gehen inzwischen über bloße Rhetorik oder die akademische Ebene hinaus. Wenn das US-Finanzministerium in einem für den 15. April erwarteten Bericht China der Währungsmanipulation bezichtigen sollte, könnte das im Kongress zur Verhängung von Strafzöllen auf chinesische Importe führen. Der Ökonom Paul Krugman, einer der heftigsten Befürworter von Aktionen gegen China, schlägt sogar einen Zollaufschlag von 25% vor. Solche drastischen Maßnahmen wiederum könnten einen Handelskrieg auslösen, den heutzutage niemand gebrauchen kann, versucht die Weltwirtschaft doch nach der schlimmsten Rezession seit 60 Jahren wieder Tritt zu fassen ...
... dieser Artikel erscheint in W&E-Hintergrund April 2010 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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