Der Glaube an Reformen im UN-System ist wenig ausgeprägt. Doch 2012 in Rio de Janeiro, auf der „Konferenz der Vereinten Nationen für Nachhaltige Entwicklung“, die unter dem Kürzel Rio+20 firmiert, soll es – neben der Weichenstellung für eine Grüne Ökonomie – einen neuen Schub für institutionelle Reformen im UN-Umweltbereich geben. Eine ministerielle Beratungsgruppe, die das UN-Umweltprogramm (UNEP) ins Leben gerufen hat, bereitet die Reformen vor. Den Diskussionsstand analysiert Barbara Unmüßig.
Der Konsens der Staatenfamilie ist groß: Die internationale Umweltarchitektur ist dringend reformbedürftig. Mit ihr sind die globalen Umweltkrisen nicht schlagkräftig zu meistern. Wie die stellvertretende Exekutivdirektorin von UNEP, Angela Cropper (s. Hinweis), schreibt, erkennen wir “im gegenwärtigen System der ‚International Environmental Governance‘ (IEG) wenig Rationalität, Methodik oder Verbindung zwischen den verschiedenen Teilen: Im Gegenteil, wir finden eine immens komplexe Unordnung von mehr als 500 umweltpolitischen Abkommen, von voneinander losgelösten Institutionen und Körperschaften und nicht eingehaltenen Zusagen” ... ... dieser Artikel erscheint in W&E 03-04/2011 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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