Web-Langfassung - In der Nacht vom 26. zum 27. Oktober 2011 haben sich die Regierungen der EU-Länder auf ein Paket gegen die sog. Euro-Schuldenkrise geeinigt. Die Einigung ist ein Etappenerfolg, aber die wichtigen Probleme – die Handelsungleichgewichte und die oligopolistische, undemokratische Machtballung auf den Finanzmärkten – bleiben bestehen. Die Europäische Krise selbst ist allerdings nicht vornehmlich finanzwirtschaftlicher, sondern politischer Natur, analysiert Oliver Schmidt.
In den Jahren 2008/2009 hatten die westlichen Regierungen ihre Budget-Defizite (jährliche Neuverschuldung) schnell erhöht, um der durch das Schattenbankensystem verursachten Finanzkrise und der folgenden realwirtschaftlichen Rezession entgegenzuwirken. In einem Interview in jener Zeit sagte Nobelpreisträger Paul Krugman ein Jahrzehnt niedrigen, unstetigen, krisenanfälligen Wachstums voraus. Demnach wären wir jetzt gerade mal im dritten Jahr dieses Jahrzehnts ... ... dieser Artikel ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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