Nur im Web - Im November 2011 feiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den 50. Jahrestag seiner Gründung. Das Jubiläum fällt in eine Zeit des fundamentalen Wandels der Rahmenbedingungen deutscher Entwicklungspolitik. Der neue Minister, Dirk Niebel (FDP), spricht von einem „radikalen Kurswechsel“. Der jüngste Bericht zur „Wirklichkeit der Entwicklungshilfe“ analysiert die Gefahren dieses Wechsels. Eine W&E-Zusammenfassung.
Angesichts der Veränderungen in den globalen ökonomischen und politischen Kräfteverhältnissen, die sich im Bedeutungszuwachs Chinas besonders deutlich zeigen, erscheint die Zweiteilung der Welt in Industrie- nd Entwicklungsländer bzw. in einen reichen Norden und armen Süden mehr und mehr anachronistisch. China investiert mittlerweile Milliardenbeträge in das krisengeplagte Griechenland, Brasilien hält 2011 mehr US-amerikanische Staatsanleihen als Deutschland und die Schweiz zusammen. Mit den globalen wirtschaftlichen und politischen Umbrüchen stehen aber auch die Konzepte und Strategien der herkömmlichen Entwicklungspolitik auf dem Prüfstand ... ... dieser Artikel ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:
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Überdurchschnittliche Lieferbindung der deutschen EZ
Verstärkte Ergebnisorientierung
Hilflos gegenüber globalen Herausforderung
ODA-Kürzungen geplant
Kohärenz-Strategie Fehlanzeige
Über den Autor:
Der Bericht „Die Wirklichkeit der Entwicklungshilfe“ ist als Schattenbericht zu den offiziellen Zahlen des Entwicklungsausschusses (Development Assistance Committee/DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) konzipiert und wird in Deutschland von terre des hommes und Welthungerhilfe herausgegeben. Autor des diesjährigen Berichts ist Jens Martens.