Geschlechtergleichheit im Prisma der Weltbank

Der Weltentwicklungsbericht 2012

Vorab im Web – Der diesjährige Weltentwicklungsbericht (WDR) stellt einen Wendepunkt dar: Zum ersten Mal und noch unter ihrem scheidenden Präsidenten Bob Zoellick widmet die Weltbank, die weltgrößte und einflussreichste Entwicklungsorganisation, ihre Vorzeigepublikation dem Thema Gender. Für Kate Bedford von der Universität Kent zeigt der Bericht, dass die Bank nicht in der Lage ist, sich ihrer Rolle bei der Verfestigung frauenfeindlicher Politik bewusst zu werden.


Der WDR 2012 versucht, die Bedeutung des Genderkonzepts in der Entwicklungspolitik zu etablieren. Keine leichte Aufgabe, denn sogar Makroökonomen der Weltbank hegen den Verdacht, dass es sich dabei um eine Ablenkung von dem ernsthaften Geschäft des Wachstums handelt. Dies gelingt, indem man versichert, dass Geschlechtergleichheit einen Wert sui generis hat, der ebenso instrumentell ist: Diese ist selbst ein Entwicklungsgut und steht in engem Zusammenhang mit anderen Entwicklungsgütern wie steigender Produktivität, dem Wohl des Kindes und effektiveren politischen Institutionen ...

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Über die Verfasserin:

Kate Bedford arbeitet an der University of Kent.




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