Hundert Tage Weltbank-Präsident Jim Yong Kim

So viel Armutsrhetorik war noch nie

Vorab im Web - Noch hat die Diskussion über die Nachfolgeforderungen zu den Millennium-Entwicklungszielen (MDGs), die 2015 auslaufen, gar nicht so recht begonnen, und schon wartet der neue Weltbank-Präsident Jim Yong Kim mit einer neuen Orientierung für die nächste Etappe auf: Nicht mehr um die bloße Reduzierung der Armut soll es gehen, sondern um nicht mehr und nicht weniger als ihre Beendigung. Soviel Armutsrhetorik war noch nie, kommentiert Rainer Falk. Doch was heißt dies für die Praxis der Bank?


Die jüngste Jahrestagung, die vom 9.-14. Oktober 2012 in Tokio stattfand, bot für den neuen Präsidenten der Weltbank eine ideale Plattform, um der Öffentlichkeit erste Elemente einer neuen Agenda der Armutsbekämpfung präsentieren zu können. Und in der Tat: Jim Kim wartete mit einigen neuen Akzenten auf, die aufhorchen ließen. Dazu gehört eine neue Energie, die er den Mitarbeitern der Bank einhauchen will, damit diese nicht nur von der „Welt ohne Armut träumen“, wie es über dem Eingang des Hauptquartiers in Washington heißt, sondern endlich damit beginnen, diese Welt auch zu schaffen. Dazu gehört auch eine Beschleunigung des Tempos, mit der die Armut weltweit ausgerottet werden soll, also weit früher als in den 20 bis 25 Jahren, die es nach der derzeitigen Rate noch dauern würde. Und dazu gehört, dass die Weltgemeinschaft erstmals danach streben sollte, die Armut nicht nur zu reduzieren (beispielsweise um 50%, wie in den MDGs vorgesehen), sondern zu „beenden“.
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... dieser Artikel erscheint in W&E 10/Otober 2012 und ist reserviert für Abonnentinnen und Abonnenten. Bitte wählen Sie unter folgenden Möglichkeiten:

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Über den Autor:

Rainer Falk ist Herausgeber des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung.


In diesem Artikel lesen Sie:

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