Hungerbekämpfung: Business oder Sozialpolitik?

Zur Luig-Peltzer-Kontroverse (1)

Vorab im Web – Das Verdienst der Studie „Business Case Hungerbekämpfung“ ist es, die Kooperation zwischen Kleinbäuerinnen und Kleinbauern mit Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie und des Handels kritisch zu thematisieren. Aus entwicklungspolitischer Sicht steht die Frage, was eine solche Kooperation den ersteren und insgesamt der ärmeren Bevölkerung bringt – und wie viele profitieren können. Ein Beitrag von Ingo Melchers.


Ein zentraler Punkt, den Benjamin Luig von Misereor anführt und in seiner Replik auf Roger Peltzer wiederholt, ist die Marktmacht der Unternehmen der vor- und nachgelagerten Industrie. Eine übermäßige Marktmacht wird auch von klassischen Ökonomen thematisiert und kritisiert. Diese kann Märkte und Preise verzerren. Nun kann kaum ein Zweifel daran bestehen, dass in den vergangenen Jahren insbesondere im Einzelhandel für Nahrungsmittel und wichtigen Inputmärkten ein starker Konzentrationsprozess vonstattenging. Doch was folgt daraus? ...

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In diesem Artikel lesen Sie:

Selbstbewusste Kleinbäuerinnen und Kleinbauern
Wer kann profitieren?
Zur Rolle von Standards
Unterschiedliche „Rural Worlds“
Sozialpolitik als Menschenrecht und wichtige Säule der Ernährungssicherung
Warum also Kooperation mit dem Privatsektor?
Allianzen für eine politische Modernisierung und Inklusion?

Über den Autor:

Ingo Melchers ist Mitarbeiter der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und leitet ein Projekt zu Agrarpolitik und Ernährungssicherung, das das BMZ berät. Sein Beitrag gibt ausschließlich seine eigene Meinung und nicht notwendigerweise die der GIZ wieder.

(1) Der Beitrag ist Bestandteil eines >>> W&E-Dossiers Strategien gegen den Welthunger. Er bezieht sich auf die Besprechung der Studie "Business Case Hungerbekämpfung" durch Roger Peltzer und die Replik des Autors, Benjamin Luig.




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