Medienmacht und Manipulation in Lateinamerika (I)

Monopolisierung oder neuer Pluralismus?

Nur im Web - Dass in Lateinamerika in den letzten Jahren Mitte-Links-Regierungen die alten Regime abgelöst haben, ist keineswegs gleichbedeutend mit neuen Hegemonieverhältnissen. Die Transformationsversuche dieser Regierungen waren und sind mit erheblichen Barrieren konfrontiert. Dazu gehört eine Medienlandschaft, in der vielfach noch die alten Oligarchien dominieren. Ein Überblick von Dieter Boris*).


Private Medienunternehmen in Lateinamerika sind, wie überall in der kapitalistischen Welt, einerseits Dienstleister bezüglich der Bereitstellung von Informationen und andererseits auf Gewinn abzielende Unternehmen, gewissermaßen in Personalunion. Sie verdienen allerdings immer weniger durch bloße Informationsvermittlung und das Angebot von Meinungen, sondern zunehmend durch die damit eng verquickte Werbung (ca. 25% der TV-Sendezeit in Lateinamerika sind diesem Zweck gewidmet), wodurch sich ihre Programmgestaltung überwiegend an Gesellschaftssegmenten orientiert, die über Kaufkraft verfügen ...

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Über den Autor:

Prof. Dieter Boris (em.) ist Hochschullehrer für Soziologie an der Universität Marburg und Mitherausgeber des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E).

*) Es handelt sich um eine dreiteilige Vorabveröffentlichung aus dem Buch "Bolivars Erben. Linksregierungen in Lateinamerika", 200 S., PapyRossa Verlag, Köln 2014. Bezug: Buchhandel. Der zweite Teil des Beitrags findet sich >>> hier, der dritte Teil (demnächst) >>> hier.


In diesem Artikel lesen Sie:

Quasi monopolartige Medienkomplexe
Öffentlich-rechtliche Medien existieren nicht
Abnehmende Glaubwürdigkeit der oligarchischen Medien
Gegenbewegung von unten



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