Paradigmenwechsel im Entwicklungsjahr 2015?

Ein Durchbruch ist (noch) nicht in Sicht

Vier parallele, aber zusammenhängende Verhandlungsprozesse gibt es derzeit auf multilateraler Ebene: der zu einer Post-2015-Entwicklungsagenda, der für ein neues Klimaschutzabkommen, eine Aktualisierung der Frauen-Agenda und ein neuer Anlauf unter dem Motto „Finanzierung für Entwicklung“. Gleichzeitig gehen die Anstrengungen weiter, die Millennium-Entwicklungsziele (MDGs) doch noch zu erreichen. Wenn alles gut geht, könnte es bis Dezember 2015 eine einheitliche globale Agenda für nachhaltige Entwicklung geben. Wenn nicht, wird sich die Situation weiter verschlechtern, schreibt Gabriele Köhler.


Mindestens 2,2 Milliarden Menschen sind nach dem UNDP-Index (s. Hinweis) von multidimensionaler Armut betroffen und wahrscheinlich eine Milliarde von Hunger. Die Ungleichheit bei Einkommen, Vermögen und Gesundheitsversorgung wächst ständig. Es gibt gegenwärtig 40 Millionen Flüchtlinge, die in akuter Not sind. Die Erde leidet unter einem möglicherweise irreversiblen Klimawandel und dem Verlust an biologischer Vielfalt – beides durch Mensch und System gemacht ...

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Über die Autorin:

Gabriele Köhler lebt als Entwicklungsökonomin in München (www.gabrielekoehler.net). Sie ist derzeit Senior Research Associate am UN-Forschungsinstitut für Soziale Entwicklung (UNRISD) und Vorstandsmitglied bei Women in Europe for a Common Future (WECF) und bei der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen.


In diesem Artikel lesen Sie:

Auf der Suche nach dem vielgerühmten Paradigmenwechsel
Der Synthese-Bericht Ban Ki-moons
Fragmentismus ohne umfassenden politischen Ansatz
Wie und wo weiter?



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