Die Schwächen der Post-2015-Entwicklungsagenda


Mehr Innovation und Radikalität für neue Ziele

Ein konkreter und schlagkräftiger Handlungsrahmen für Nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) für das 21. Jahrhundert, verbindlich für alle Regierungen der Welt – das wäre wirklich ein Fortschritt und ein Erfolg für die UNO. Mit universell gültigen SDGs wären wir ab 2015 endlich wieder an dem Punkt, den der Erdgipfel in Rio 1992 setzen wollte: die soziökonomische, ökologische und kulturelle Entwicklung müssen politisch zusammen bearbeitet werden. Ein Essay von Barbara Unmüßig.


Was muss heute auf eine Agenda, die Nachhaltige Entwicklungsziele im umfassenden Sinne festlegen will? Alle Aspekte der Gerechtigkeit (soziale und ökologische, Geschlechter- und Generationengerechtigkeit) und das in einer begrenzten Welt aller Arten von Ressourcen. Auf die Agenda gehört, wie zwei Milliarden Menschen eine Perspektive bekommen – für ein Leben ohne Not, Hunger und Gewalt. Die dramatische Ungleichheit zwischen Arm und Reich mündete in sozialer und demokratischer Teilhabe, und die universellen Menschenrechte würden Realität; Ressourcen würden gerecht verteilt, damit sie für heutige und zukünftige Generationen bereit stehen. Die Fischbestände würden sich erholen; der Zerstörung fruchtbarer Böden und der Abholzung der Wälder wäre ein Ende gesetzt. Das klingt schön – wird es dazu kommen? ...

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Über die Autorin:

Barbara Unmüßig ist Vorstandsmitglied der Heinrich-Böll-Stiftung und Mitherausgeberin von W&E.


In diesem Artikel lesen Sie:

Die Geburtsfehler der MDGs vermeiden
Die SDGs als Chance
Was bedeutet Entwicklung im 21. Jahrhundert?
Leerstellen im SDG-Zielekatalog
Kehrtwende noch möglich?



Mehr zum Thema:

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