Finanzmarktreform: Die große Unvollendete

Eine Bilanz der UNCTAD

Vorab im Web - Die Umsetzung der neuen nachhaltigen Entwicklungsziele (SDGs) erfordert eine grundlegende Umgestaltung des internationalen Währungs- und Finanzsystems und nicht bloß eine weitere Vervollkommnung der bestehenden finanziellen Regeln und Arrangements. So argumentiert die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) in ihrem jüngsten Trade & Development Report (s. Hinweis). Sie weist damit nicht nur auf eine entscheidende Leerstelle der 2030-Entwicklungsstrategie hin, schreibt Rainer Falk in einer Zusammenfassung.


Auch die Debatte um eine Reform der internationalen Finanzarchitektur an sich ist gleichsam auf halber Strecke stecken geblieben. Das globale Finanzsystem in seiner heutigen volatilen Form bietet jedenfalls nicht die stabilen und vorhersagbaren Bedingungen für jenen gigantischen Investitionsschub, der für die Realisierung der SDGs nötig ist. Immerhin wird der jährliche Finanzbedarf in diesem Zusammenhang auf 3,5-5 Billionen Dollar geschätzt. Zwar wäre es falsch zu sagen, heißt es in dem Bericht, „dass die Reformagenda niemals über das Entwurfsstadium hinaus gekommen ist; auf nationaler wie internationaler Ebene wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen, manche sogar mit echtem Biss. Doch bislang ist es nicht gelungen, die systemischen Schwächen und die Brüchigkeit einer finanzialisierten Welt zu beheben“. Spätestens Mitte 2014 sei nach einer langen Phase des Krisenmanagements eine Haltung des „Business a usual“ zurückgekehrt, verbunden mit der selbstzufriedenen Rede der politischen Kreise von einer „neuen Normalität“ nach der Krise ...

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Über den Autor:

Rainer Falk ist Herausgeber des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung.


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