Trumps Triumph als anti-elitäre Revolte

Rechter Backlash gegen die Globalisierung

Vorab im Web - Der in der nationalen Auszählung klar unterlegene Donald Trump hat seinen Einzug ins Weiße Haus nicht nur der Institution des Electoral College (Wahlmännergremium) zu verdanken, einst geschaffen um Populisten wie ihn zu verhindern, sondern auch einer höchst disparaten Republikanischen Wählerkoalition. Die „Grand Old Party“ ist es gewohnt, durch eine Politik der Spaltung der Gesellschaft entlang von „race“, Ethnie und Religion Wahlen zu gewinnen. Trump hat nicht etwa die Republikanische Partei „gekapert“, sondern er hat diese Spaltungspolitik und den anti-elitären Impuls nur konsequent auf die Spitze getrieben, schreibt Thomas Greven.


So konnten nicht nur die Rechtsextremisten der Alt-Right-Bewegung Teil der Koalition werden. Erstaunlich war auch der Rückhalt Trumps bei (weißen) Frauen angesichts seiner offensichtlichen Frauenfeindlichkeit und bei Weißen ohne College-Abschluss, welche ihm insbesondere in den Staaten des Industriegürtels knappe Mehrheiten verschafften, obwohl er dort in den Umfragen noch zurückgelegen hatte. Hier gelang es Trump, nicht nur Nicht-Wähler zu mobilisieren, sondern auch unter den gewerkschaftlich organisierten Wählern zu punkten, die traditionell mehrheitlich die Demokraten wählen. Wie kann dies erklärt werden? Hätte Bernie Sanders, bei den Demokratischen Vorwahlen knapp unterlegener, selbsterklärter „Demokratischer Sozialist“, bei diesen Wählern besser ausgesehen? Welche Konsequenzen hat diese Entwicklung für die US-Gewerkschaften und die Demokratische Partei? Und nicht zuletzt: Was wird Trump für diese Wähler tun ...

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Über den Autor:

Dr. Thomas Greven ist Privatdozent für Politikwissenschaft am John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien an der Freien Universität Berlin und selbstständiger Politikberater. 1995/1996 war er Congressional Fellow im Büro von Bernie Sanders. Er lebt in Berlin und Dakar/Senegal.


In diesem Artikel lesen Sie:

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Scheidelinie Handelspolitik
Welchen Weg wird die Demokratische Partei einschlagen?
Politik des „Weiter so“ nicht ausgeschlossen



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