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W&E-Extra: Das Stehaufmännchen-Prinzip
Auf der Jahrestagung von IWF und Weltbank vom 23.-25.9.2011 hat eine Diskussion über die substanzielle Erhöhung der Finanzressourcen des IWF begonnen. Derzeit stehen dem Fonds rund 400 Mrd. Dollar für Kredite an notleidende Länder zur Verfügung. Für die neue Geschäftsführende Direktorin Christine Lagarde ist das eine "blasse Summe angesichts des potenziellen Bedarfs".
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Im Fokus: Jahrestagung von IWF und Weltbank
Vom 23.-25. September findet in Washington die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank statt. Sie steht ganz im Zeichen der "gefährlichen neuen Phase der Weltwirtschaft" (Lagarde). Während die Gefahren des Rückfalls in eine neue Rezession und einer neuen Kernschmelze im Finanzsektor im Sommer überdeutlich wurden, sind die Antworten der Politik eher nebulös.
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Der IWF entdeckt die Ungleichheit
Jahrelang haben NGOs und Gewerkschaften vergeblich argumentiert, dass der Kampf gegen die Ungleichheit nicht einfach ideologisch motiviert ist, sondern auch eine praktisch-politische Option darstellt. Doch jetzt wird Ungleichheit endlich auch zum Schlüsselthema für internationale Finanzinstitutionen.
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Asien und der neue Abschwung der Weltwirtschaft
Ziehen die Industrieländer auch Asien mit in die Krise? Die Länder der Region werden Antworten auf die Rückwirkungen der neuerlichen Rezessionsgefahr im Norden finden müssen. Insbesondere das exportbasierte Wachstumsmodell und die Abhängigkeit von internationalen Kapitalflüssen machen die asiatischen Länder stark verwundbar gegenüber weltwirtschaftlichem Druck.
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Umweltkatastrophen (II)
Ein Naturereignis stellt für sich alleine noch keine Katastrophe dar. Erst wenn ein Naturereignis auf eine anfällige, unvorbereitete Gesellschaft trifft, kommt es zu einer Katastrophe. Bedrohungs- und Anfälligkeitsanalysen können helfen, die Schäden in Grenzen zu halten, die Ursachen globaler Zerstörung beheben sie jedoch nicht.
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Der Vergabe-Skandal in der Entwicklungshilfe
Die Pariser Deklaration und die Accra Agenda for Action, die wichtigsten Abkommen zur Effektivität der Entwicklungshilfe, waren ein erster Versuch, die Hilfe wirksam zur Armutsbekämpfung und für nachhaltige Entwicklung einzusetzen. Aber bisher wurde der Frage, wie sich die armen Menschen und Länder selbst helfen können, um langfristig unabhängig von Entwicklungshilfe zu werden, wenig Aufmerksamkeit geschenkt.
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Globale Finanzreform-Agenda wichtiger denn je
Vor allem in puncto finanzielle Regulierung und makroökonomische Politikkoordination lassen Fortschritte auf sich warten, kritisiert die UNCTAD in ihrem neuen Trade & Development Report (TDR). Das jüngste finanzielle Beben sollte deshalb als Weckruf verstanden werden, diesbezügliche Anstrengungen zu verstärken.
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Deutschlands verwirrende Rolle in der Eurokrise
Die Finanzpanik verbreitete sich wie ein Flächenbrand quer über den Globus. Am 8. August 2011 registrierten die Märkte in Europa, Asien und den USA den größten Absturz der Aktienkurse seit 2008 (durchschnittlich 5%), um dann am nächsten Tag wieder zurückzuschwingen. Statt zu beruhigen, verunsichern die politischen Akteure die Märkte.
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Globalisierung im Krisenmodus
Auslandsinvestitionen sind oft als Krisenventil des modernen Kapitalismus interpretiert worden. In Wirklichkeit unterliegen sie jedoch wie die allgemeine Konjunktur einem zyklischen Verlauf. Wie der neue Weltinvestitionsbericht zeigt, hinken die ausländischen Direktinvestitionen (FDI) der Erholung der Industrieproduktion und des Handels hinterher. Die Bedeutung anderer Formen der internationalen Produktion, wie das Subcontracting im Ausland, nimmt hingegen zu.
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Umweltkatastrophen - Eine Typologie (I)
Wir Menschen sind dabei, unsere natürlichen Existenzgrundlagen zu zerstören. Wie das geschieht, davon handelt das neue Buch von Bernd Hamm. Dabei zeigt sich, dass nicht alle Menschen von Umweltkatastrophen gleichermaßen betroffen sind.
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Lateinamerikas trügerisches Jahrzehnt
Im letzten Jahr hat die Interamerikanische Entwicklungsbank das "lateinamerikanische Jahrzehnt" ausgerufen. Diese Bezeichnung wurde ein paar Monate später vom Economist aufgegriffen und seitdem vielfach wiederholt. Doch der Boom des Kontinents basiert vielfach auf brüchigen Voraussetzungen.
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Warum die Krise immer noch kein Ende findet
Die sich jetzt abzeichnende neuerliche Rezession ist die wohl am häufigsten vorhergesagte Krise der letzten Zeit. Kaum ein internationaler Wirtschaftsausblick, der ohne die Diagnose von der "fragilen Erholung" mit ihren vielen Abwärtsrisiken auskam. Einige dieser Risiken sind inzwischen so groß, dass sie das Gesamtbild prägen: Die Krise ist wieder da, wenn sie denn jemals überwunden war.
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Weltwirtschaft: Die Konjunktur kippt
Finanzkrisen brauen sich oft über den Sommer zusammen. Die Asienkrise brach 1997 im Juli aus, die jüngste globale Finanzkrise nahm seit August 2007 ihren Lauf. Das Vorbeben an den Weltbörsen in diesem August signalisiert: Die Weltkonjunktur steht erneut auf der Kippe.
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WTO mit Herz oder Dilemma ohne Ende?
Die Welthandelsorganisation (WTO) konnte vor ihrer Sommerpause noch nicht einmal ein kleines Paket beschließen, das den ärmsten Ländern zugutekommt. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich die internationale wirtschaftliche Kooperation in einer Sackgasse befindet.
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Norwegen: Umwelt und Entwicklung unter einem Dach
Der Terroranschlag auf die Regierungsgebäude in Oslo und das Massaker in einem Jugendcamp der norwegischen Sozialisten galten einer der fortschrittlichsten Gesellschaften der Welt. Sprichwörtlich ist Norwegens Vorreiterrolle in der Entwicklungspolitik.
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Die EU-Debatte um die Finanztransaktionssteuer
"Eine idiotische Idee!" So hatte Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Mundell die Tobin-Steuer einst bezeichnet. Inzwischen hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso angekündigt, im Herbst eine Richtlinie zur Einführung einer FTT - eine erweiterte Variante der Tobin-Steuer - in der EU vorzulegen.
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Krisenpolitik in der Eurozone oder: Bail-out 2.0
Mit großem medialem Getöse war der Gipfel der EU-Regierungschefs am 21. Juli 2011 angekündigt worden. Doch seine Resultate sind bescheiden: niedrigere Zinsen, mehr Befugnisse für die European Financial Stability Facility (EFSF), eine sehr bescheidene Schuldenrestrukturierung. Dieses Paket löst die grundlegenden Probleme nicht einmal ansatzweise.
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Eine industriepolitische Agenda für Afrika
Seit fast zehn Jahren verzeichnet Afrika hohe gesamtwirtschaftliche Wachstumsraten. Internationale Investoren erkennen zunehmende Chancen, selbst die deutsche Bundeskanzlerin opferte drei Tage ihrer kostbaren Arbeitszeit, um der deutschen Wirtschaft den Rohstoffkontinent schmackhaft zu machen.
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Wie Christine Lagarde den Fonds reformieren sollte
Am 5. Juli 2011 wird Christine Lagarde ihr neues Amt als Geschäftsführende Direktorin des IWF antreten. Die Amtszeit dauert regulär fünf Jahre. Lagardes Vorgänger, Dominique Strauss-Kahn, musste bekanntlich wegen einer Vergewaltigungsanklage zurücktreten, die gerade in sich zusammenbricht.
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Neues Afrika-Konzept: Auf gleicher Augenhöhe?
Papier ist bekanntermaßen geduldig, und Sprache trügerisch. Doch dazu gleich mehr. Erst einmal lässt sich konzedieren, dass sich die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik bemüht hat, mit dem neuen Afrika-Konzept Farbe zu bekennen. Sie sollte sich daran messen lassen.
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Das neue Afrika-Konzept der Bundesregierung
Gerade die kritische entwicklungspolitische Öffentlichkeit fordert seit Jahr und Tag mehr Kohärenz in der Außen- und Entwicklungspolitik gegenüber Afrika. Nun legt die Bundesregierung ein solch abgestimmtes Konzept vor. Das hindert viele aber nicht, nach Art eines Pawlowschen Reflexes zu kritisieren, dass in diesem Konzept die Entwicklungspolitik zu kurz käme.
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W&E-Konjunkturausblick zur Jahresmitte 2011
Obwohl sich die Erholung der Weltwirtschaft fortsetzt, verbleiben ernste Abwärtsrisiken: ein fragiler Finanzsektor, öffentliche Überschuldung und hohe Arbeitslosigkeit in den Industrieländern, Tendenzen zur Blasenbildung sowie Inflations- und Aufwertungsdruck in vielen Entwicklungsländern.
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