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Der "Máximo Líder" der Dritten Welt ist tot
Am 25. November 2016, kurz nach seinem 90. Geburtstag im August, ist die Jahrhundertfigur Fidel Castro verstorben. Jetzt wird erneut und noch längere Zeit darüber diskutiert werden, wieso ein junger, sehr engagierter politischer Führer (und Rechtsanwalt) aus bürgerlichem Elternhaus und später Staatschef eines kleinen Inselstaats von damals 10 Mio. Einwohnern die Weltpolitik in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts so lange und vergleichsweise intensiv mitbestimmen konnte.
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Trumps Triumph als anti-elitäre Revolte
Die "Grand Old Party" ist es gewohnt, durch eine Politik der Spaltung der Gesellschaft entlang von "race", Ethnie und Religion Wahlen zu gewinnen. Trump hat nicht etwa die Republikanische Partei "gekapert", sondern er hat diese Spaltungspolitik und den anti-elitären Impuls nur konsequent auf die Spitze getrieben.
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Marrakesch: Vom Klimarausch zum Kater
Die 22. Klimaverhandlungen der VN in Marrakesch werden von der Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika überschattet. Das kann für den Klimaschutz nichts Gutes bedeuten. Es wäre aber verkürzt, nun darin alles Übel der internationalen Klimaverhandlungen zu sehen. Die Klimapolitik ist jetzt schon in einer misslichen Lage. In Marrakesch wird die Zeitenwende in der Klimapolitik konkret - nur leider anders als gedacht.
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Progressiver Internationalismus contra Trump & Co
Die Politik in den Industrieländern des Westens steckt inmitten eines politischen Umbruchs, wie man ihn seit den 1930er Jahren nicht erlebt hat. Die auf beiden Seiten des Atlantiks um sich greifende Große Deflation sorgt für eine Wiederbelebung politischer Kräfte, von denen man seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nichts mehr gehört hat. Die Leidenschaft kehrt in die Politik zurück, allerdings nicht in der Form, wie viele unter uns es sich erhofft hatten, wie jetzt auch der Wahlsieg Trumps zeigt.
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Finanzielle Trendwende bei der deutschen EZ?
Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am 20. Oktober beschlossen, die Mittel für die Einzelpläne 05 (Auswärtiges Amt) und 23 (BMZ) für das laufende Jahr noch außerplanmäßig um 150 bzw. 350 Mio. € zu erhöhen, um eine Verbesserung der Nothilfe und der Entwicklungsunterstützung in den Krisengebieten zu gewährleisten - ein Grund zu vorsichtiger Freude?
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Schlag gegen den "sanften Reformismus"
Sehr rasch nach der Amtsenthebung der Staatspräsidentin Dilma Rousseff am 31. August wurde deutlich, dass es der brasilianischen Rechten nicht um eine Beendigung der Korruption ging, sondern um die Beendigung der Politik des "sanften Reformismus", wie der Politologe und frühere Sprecher Lulas, André Singer, die Politik des Partido dos Trabalhadores (PT) kennzeichnete.
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Transformation in struktureller Abhängigkeit?
Seit der Verabschiedung der 2030-Agenda durch die Vereinten Nationen redet alle Welt von "struktureller Transformation"; doch kaum einer weiß so recht, was damit gemeint ist. In ihrem neuen Trade & Development Report (TDR) bietet die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD) ein Konzept an, wie der neue Slogan zu füllen wäre.
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Afrikas Zivilgesellschaft contra EPAs
Die nach Europa exportierten und von den EPAs betroffenen Produkte (Kakao, Tee, Kaffee, Thunfisch, Blumen etc.) werden zum großen Teil von europäischen Gruppen angebaut: Diese Multinationalen sind die ersten, die ein Interesse daran haben, dass die Staaten zum 1. Oktober ratifizieren, damit ihre Produkte weiterhin zollfrei auf den europäischen Markt gelangen können.
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Kritische Einsichten bei IWF und Weltbank
Was G7, G20 oder die BRICs und auch die internationale Zivilgesellschaft bis heute nicht vollbrachten - eine Reform der Bretton-Woods-Zwillinge IWF und Weltbank an Haupt und Gliedern, könnte das in Zukunft aus dem Inneren der beiden Finanzinstitutionen auf den Weg gebracht werden? Das jüngste Signal dafür ist ein Brief des Weltbank-Personals, der eine zweite Amtszeit für Bank-Präsident Jim Yong Kim offen in Frage stellt.
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Kritische Stimmen zum G20-Gipfel in China
"Für eine innovative, starke, integrierte und inklusive Weltwirtschaft“ lautet das Gipfelmotto der chinesischen G20-Präsidentschaft. Keine schlechte Losung in einer Zeit, in der die Globalisierung mehr und mehr unter Beschuss gerät, diesmal vor allem von rechts. Auch das vor sich hin dümpelnde Wachstum der Weltwirtschaft soll künftig vor allem „nachhaltig“ und „inklusiv“ gestaltet werden. Doch was heißt das?
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Afrika unter EPA-Druck
Die Europäische Kommission, die seit 14 Jahren und mit allen Mitteln Freihandelsabkommen gegenüber Afrika durchsetzen will, hat jetzt den 1. Oktober 2016 als Deadline gesetzt, in der Hoffnung, dass die Afrikaner klein beigeben. Doch mehrere Länder, darunter Nigeria und Tansania, widersetzen sich.
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UNCTAD: Mandatserneuerung mit Dissonanzen
Vom 17. bis 22. Juli 2016 trafen sich RegierungsvertreterInnen aus aller Welt zur 14. UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD 14) in Nairobi. Bei der alle vier Jahre stattfindenden Konferenz werden vor allem das Mandat der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung erneuert und die Prioritäten der Arbeit für die nächsten vier Jahre ausgehandelt. Ein Bericht.
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Nachhaltige Lähmung statt nachhaltige Entwicklung
Die wirtschaftliche Aktivität in der Weltwirtschaft bleibt kraftlos und ohne Aussicht auf Besserung im laufenden Jahr. Zu diesem Schluss gelangen gleichlautend zwei Flaggschiff-Reports der Vereinten Nationen und der Weltbank. Beide korrigieren ihre Wachstumsprognosen gegenüber dem Jahresbeginn um 0,5% nach unten.
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Ein Dritter Weg für Europa
Der Brexit ist ein schwerer Schlag für Eliten der EU und die Anhänger einer politischen Union. Aber in Krisen liegt auch immer eine Chance. Befreit von mythischer Überhöhung und Sakralisierung der "europäischen Idee" könnte der Abschied von überkommenen Illusionen auch eine Befreiung sein, hin zu einer anderen, aber dafür funktionsfähigen Integration.
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Welthandel: Die westlichen Doppelstandards
Die westlichen Länder beschwören gemeinsam die großen Vorteile des Freihandels und die Übel des Protektionismus. Doch in Wirklichkeit praktizieren viele Industrieländer Doppelstandards und bestehen auf Freihandel, wo sie stark sind, während sie protektionistische Maßnahmen in Sektoren nutzen, in denen sie schwach sind.
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Rolling Documentation: G7-Gipfel in Japan
Welche Funktion hat die Gruppe der 7 noch, nachdem sich die Gruppe der 20 zum zentralen Gremium der internationalen wirtschaftspolitischen Koordinierung erklärt hat. Als Forum zur Organisation globaler Kooperation ist sie zu klein und wirtschaftlich zu unbedeutend. Dennoch findet am 26./27. Mai in Ise-Shima/Japan erneut das Ritual eines G7-Gipfels statt. Mehr als ein Fototermin? W&E dokumentiert Beschlüsse und Analysen zum G7-Gipfel und kommentiert im Blog Baustellen der Globalisierung.
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Afrikas Strukturen nach dem Boom
Mit dem Rückgang der Rohstoffpreise sinken auch die afrikanischen Wachstumsraten. Zwar ist der Boom vorbei, trotzdem hat sich Afrika in den letzten 20 Jahren positiv verändert. Reichen diese Veränderungen aber aus, um den Kontinent krisenresistenter zu machen, um die Wirtschaft Afrikas auf eine nachhaltigere Grundlage zu stellen? Dafür spricht derzeit nur wenig.
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dadaAfrika!
2016 ist das Dada-Jahr. Eine der erfolgreichsten Kunstbewegungen des 20. Jahrhunderts feiert ihre Geburt vor 100 Jahren im wieder eröffneten Cabaret Voltaire in Zürich. Es gibt Dadaglobe Recontructed, Dada Universal und Dada anders (alle in Zürich), Genese Dada im Arp-Museum in Rolandseck und Hannah Höch als Revolutionärin der Kunst in Mannheim. Die innovativste unter den Dada-Schauen ist jedoch dadaAfrika im Züricher Rietberg-Museum.
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Flüchtlingskrise und EZ: Großer Sprung?
Die Überraschung war groß, als das Entwicklungshilfe-Komitee (DAC) der OECD am 13. April die Quoten für die Öffentliche Entwicklungshilfe (ODA) 2015 bekannt gab: in Deutschland 0,52% des Bruttonationaleinkommens (BNE) - ein Rekord, war doch in über 30 Jahren nie wieder die bisherige Höchstmarke von 0,47% (1982 und 1983) erreicht oder gar übertroffen worden.
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TPP: Nettogewinne für alle sind ein Mythos
Während die Hauptmotivation der USA für die Transpazifische Partnerschaft (TPP) in der Zurückdrängung des chinesischen Einflusses in der Region liegt, wurde sie auch zur Unterminierung der Doha-"Entwicklungs"-Runde benutzt sowie zur besseren Förderung politisch einflussreicher US-Konzerninteressen. Umso notwendiger wurde es, TPP durch angebliche wirtschaftliche Vorteile zu legitimieren.
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Boom der internationalen Reproduktionsmärkte
Seit Apple und Facebook ihren Mitarbeiterinnen "social freezing" anbieten, mobilisieren in den USA immer mehr Firmen, flankiert von der Pharmaindustrie, junge Frauen zu dem aufwendigen und teuren Verfahren. In Indien bieten mehr als 3000 Kliniken und noch mehr Vermittlungsagenturen Leihmutterschaft an. Die Märkte boomen.
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Die Armut, die Weltwirtschaft und die MDGs
Ein neues Buch setzt sich kritisch mit den UN-Millennium-Entwicklungszielen (MDGs) aus dem Jahr 2000 auseinander und verbindet dies mit einem Blick auf die neue Entwicklungsagenda, die inzwischen als Sustainable Development Goals (SDGs) bzw. Agenda 2030 den entwicklungspolitischen Diskurs bestimmt.
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