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Ökumenischer Rat (ÖRK) zur Globalisierungsdebatte
In den christlichen Kirchen artikuliert sich eine eigenständige Globalisierungskritik. Der Stab des Weltrates der Kirchen veröffentlichte jüngst ein Hintergrundpapier über "Alternative Globalisierung im Dienst von Menschen und Erde". Der Text dient als Diskussionsgrundlage für die 9. Vollversammlung im Februar 2006 in Porto Alegre. Von Ulrich Schmitthenner.
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Deutsche Entwicklungshilfe: Warten aufs Kabinett
Ein Bild besonderer Konfusion bietet derzeit die deutsche Bundesregierung in Sachen Entwicklungshilfe. Statt die Erhöhung großzügig zu beschließen, präsentiert Berlin Fortschritte allenfalls scheibchenweise. Das Bild der Zerrissenheit könnte nur noch im Kabinett korrigiert werden. Ein Kommentar von Rainer Falk.
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MDGs: Auch die Schweiz ist schlecht vorbereitet
Auf den Millennium+5-Gipfel ist die Schweiz denkbar schlecht vorbereitet. Der Bundesrat hat sich kaum mit den Verpflichtungen beschäftigt, die er im Jahr 2000 mit der Unterschrift unter die Millenniums-Deklaration eingegangen ist, schreibt Peter Niggli.
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Millenniumsziele: Schraubt die Benchmarks höher!
Klare Forderungen und hohe Erwartungen an die Entwicklungsminister der Europäischen Union haben Nichtregierungsorganisationen aus ganz Europa auf ihrer MDG+5-Konferenz am 25. April 2005 in Luxemburg formuliert. Ein W&E-Spotlight.
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"In larger freedom": Kofi Annans Meisterwerk
Kofi Annan ist mit seinem Bericht "In Larger Freedom" ein großer Wurf gelungen. In einer Mischung aus visionärer Kraft und pragmatischem Durchsetzungswillen legt er einen fein gesponnenen Fahrplan für Weichenstellungen auf dem Millennium+5-Gipfel vor. Von Thomas Fues.
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Die Wolfowitz-Provokation: Nun ist Europa gefragt
Von "unangemessen" (Sachs) bis "schockierend" (International Rivers Network) reichten die Reaktionen auf die Nominierung von Paul Wolfowitz für das Präsidentenamt der Weltbank. Doch die Europäer müssen diesen "gezielten Affront" (taz) nicht hilflos hinnehmen, argumentiert Rainer Falk.
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EU-Nord-Süd: Weichenstellungen im 2. Quartal 2005
Auch in der Entwicklungspolitik werden während der Luxemburger EU-Präsidentschaft wichtige Weichen gestellt, die meisten in den nächsten drei Monaten. Eine W&E-Übersicht mit Links zu den wichtigsten Websites und Dokumenten.
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Prüfstein Nam Theun 2: Wir machen den Weg frei
Für die Strategen in der Bank ist der Fall Nam Theun 2 anscheinend längst entschieden, die Absegnung der Weltbank-Beteiligung an dem riesigen Staudammvorhaben durch die Direktoren, die Vertreter der Eigentümer, nur noch eine Formalität. Ein Kommentar von Uwe Hoering.
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Deutschland in der Lula-Gruppe: Menü für die MDGs
Nachdem Bundeskanzler Schröder in seiner Rede in Davos erstmals öffentlich die Einführung der "Tobin Tax" nicht mehr ausschloß, ist die Bundesrepublik jetzt auch Mitglied der "Technical Group on Innovative Financing Mechanisms", der sog. Lula-Gruppe, geworden. Das berichtet der Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung in seiner nächsten Ausgabe.
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Nelson Mandela: Appell an die G7-Finanzminister
Nelson Mandela ist aus dem Ruhestand zurückgekehrt und sprach am 3. Februar 2005 auf einer Kundgebung der Weltweiten Kampagne gegen die Armut ("Make Poverty History") vor 20.000 Menschen in London. Mandelas charismatische Rede bringt neue Dynamik in die globale Kampagne für die Millenniumsziele der Vereinten Nationen. Ein W&E-Link zum Wortlaut der Rede.
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Davos und Porto Alegre: Neue Konvergenz?
Davos und Porto Alegre gelten gemeinhin als getrennte Welten. In diesem Jahr aber griffen die Redner auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF) in den Schweizer Bergen mehr denn je die Themen auf, die bislang vor allem auf dem Weltsozialforum (WSF) in Brasilien diskutiert wurden, schreibt Rainer Falk.
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Nach der Tsunami-Hilfe: Wiederaufbau plus
Die Welle der Hilfsbereitschaft ist präzedenzlos, eine andere Entwicklung ist es nicht: Allmählich aber sicher verschwindet die Tsunami-Katastrophe von den ersten Sendeplätzen und Titelseiten der Zeitungen. Die Herausforderung besteht darin, den Schwung der globalen Hilfsbereitschaft zu nutzen, um einen nachhaltigeren und wirksameren Hilfe- und Umverteilungsmechanismus von Nord nach Süd zu etablieren. Ein W&E-Spotlight.
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Weltwirtschaft am Jahreswechsel 2004/2005
Die Einigkeit zwischen Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) ist groß. In ihren neuesten Gutachten (s. Hinweis) stellen beide fest: Die Weltwirtschaft befindet sich in einem Aufschwung, wie es ihn seit Jahrzehnten nicht mehr gab. Die Weltproduktion nimmt 2004 um 5% zu, eine Rate, die es zuletzt in den 1960er Jahren gegeben hatte. Die Prognose für die nächsten beiden Jahre ist ebenfalls positiv. Das Wachstum wird sich etwas abschwächen (was zur Vermeidung einer Überhitzung gut ist), ansonsten aber robust bleiben. Doch Skepsis bleibt angebracht, wie Jörg Huffschmid aufzeigt.
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G20: Der Globale Wirtschaftsrat von morgen?
Vom 19.-21. November findet in Berlin das jährliche Treffen der Gruppe der 20 (G20) statt. Die Aufmerksamkeit dürfte dieses Mal weniger den Feinheiten der internationalen Finanzarchitektur gelten, die dort besprochen werden, sondern vielmehr der Gruppe selbst. Denn seit diesem Frühjahr wird in hochrangigen Kreisen die Frage diskutiert, ob die G20 der Finanzminister zu einer G20 der Staats- und Regierungschefs aufgewertet werden sollte, um die zunehmend ineffektive und als unrepräsentativ geltende G8 als höchstes weltwirtschaftliches Steuerungsorgan zu ersetzen. Einen Überblick gibt Rainer Falk.
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Abschied von der Strukturanpassung?
Die Weltbank verkündet seit diesem Sommer, sie habe sich von der Politik der Strukturanpassung nunmehr definitiv verabschiedet und verfolge jetzt eine kundenorientierte Vergabepolitik, die stärker auf die institutionellen Bedingungen im Nehmerland eingehe und die "Ownership" der Regierungen vor Ort als wesentlich ansehe. Es handelt sich nicht um die erste Verlautbarung der Weltbank dieser Art. Seit dem 1. September 2004 sind jedoch tatsächlich neue Leitlinien für die Vergabe nicht projektgebundener Kredite in Kraft getreten. Die neuen Vergabebestimmungen hat Rainer Falk analysiert.
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WTO-Urteile gegen EU- und US-Subventionen
Die meisten der von Europa und den USA gezahlten Subventionen für Zucker- und Baumwollproduzenten verstoßen gegen WTO-Recht. In zwei separaten Fällen, die von Brasilien und anderen Entwicklungsländern vor das WTO-Streitschlichtungskomitee gebracht worden waren, haben die EU und die USA verloren. Nach den am 8. September 2004 gefällten Urteilen wird ihnen vorgeworfen, Subventionen zu zahlen, die die Überproduktion fördern und das "Dumping" von Agrarüberschüssen auf dem Weltmarkt zulassen. Ein W&E-Spotlight.
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Neue Fassade für die Doha-Runde
Große Worte taugen oft nicht für nüchterne Analysen. Und so ist das in der Nacht zum 1. August verabschiedete Rahmenabkommen zur Wiederbelebung der Doha-Runde sicherlich nicht der "historische Durchbruch", den WTO-Generaldirektor Supachai Panitchpakdi darin gerne sehen möchte. Vermessen ist aber auch die Unterstellung, dass die Entwicklungsländer in Genf über den Tisch gezogen wurden. Was dort bewerkstelligt wurde, ist vielmehr die mühsame Wiederaufrichtung einer Fassade, hinter der jetzt konkret und en detail verhandelt werden muss, um aus der Doha-Runde doch noch eine Entwicklungsrunde zu machen. Den Stand der Runde nach Genf analysiert Rainer Falk.
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Köhlers Blaupause: IWF über Deutschland
Wie eine Vorlage für die zahlreichen Reden und Interviews des neuen Bundespräsidenten, Horst Köhler, liest sich der Abschlußbericht des Internationalen Währungsfonds zur jüngsten Artikel-4-Konsultation mit Deutschland, der am 5. Juli veröffentlicht wurde. Derartige Konsultationen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage führt der Fonds in regelmäßigen Abständen mit seinen Mitgliedsländern durch; die abschließenden "Mission Statements" werden seit kurzem veröffentlicht.
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Siemens & Co.: Die Globalisierungsdrohung
Weil in Europa die Konjunktur vor sich hindümpelt und in den USA das Schlagwort von der "Jobless Recovery" die Runde macht, haben sich (wieder einmal) Teile der öffentlichen Meinung dies- und jenseits Atlantiks darauf verlegt, die Internationalisierung von Produktion und Dienstleistungen für die Arbeitsmarktprobleme im Norden verantwortlich zu machen. Doch die vorgetragenen Argumente sind so wenig originell wie zutreffend, sondern grob irreführend angesichts der realen Ursachen der Wirtschaftsschwäche in Nord und Süd, schreibt Rainer Falk.
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UNCTAD: Neue Konstellation zwischen Nord und Süd
Mit der Lancierung einer neuen Runde zur Förderung des Süd-Süd-Handels, der Forderung nach mehr Politikspielräumen für den Süden und einem Bekenntnis, die Doha-Runde zu einer echten Entwicklungsrunde zu machen, endete die XI. Vollversammlung der UN-Handels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD XI), die vom 13. bis 18. Juni 2004 in Sao Paulo/Brasilien stattfand. Eine Nachbereitung von Rainer Falk.
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Klimaschutz: Zuckerbrot statt Peitsche
Das seit 1995 in Deutschland geltende Prinzip, Klimaschutz und industrielle Produktion durch freiwillige Selbstverpflichtungen versöhnen zu wollen, ist überholt. Mit den verbindlichen Vereinbarungen über den Handel mit klimaschädlichen Treibhausgasen, die zwischen der Bundesregierung und der deutschen Industrie ausgehandelt wurden, scheint die Ordnungspolitik in die rot-grüne Regierung zurückkehrt zu sein. Doch wie sich auch bei der renewables-Konferenz Anfang Juni 2004 zeigte, sind freiwillige und ordnungspolitische Maßnahmen sind nur zwei Seiten der gleichen Medaille. Von Melanie Weber und Achim Brunnengräber.
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Die globale Wasserkontroverse
Im Vergleich zum Beginn der 90er Jahre (beim Rio-Gipfel 1992 spielte das Thema noch keine große Rolle) hat das öffentliche und politische Bewußtsein für die Wasserkrise stark zugenommen. Im Jahr 2000 haben die Regierungen der Welt mit der sog. Millenniumserklärung erstmals eine klare quantitative und zeitliche Vorgabe formuliert. Bis zum Jahr 2015 soll die Anzahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, halbiert werden. Der Aktionsplan des Weltgipfels von Johannesburg im Jahr 2002 hat dieses Ziel bekräftigt. Doch beim "Wie?" scheiden sich die Geister. Die globale Kontroverse um das Wasser skizziert Barbara Unmüßig.
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