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Weltwirtschaftliche Auf- und Abstiegsprozesse

Machtressourcen im Weltsystem

Vorab im Web - Auf- und Abstiegsprozesse hat es seit dem 16. Jahrhundert im entstehenden kapitalistischen Weltsystem immer gegeben, allerdings meistens jeweils gekennzeichnet von besonderen Formen und ökonomischen Schwerpunkten. Da das „kapitalistische Weltsystem“ seit Immanuel Wallerstein als mehrfach hierarchisch gestuftes, dynamisches Ganzes verstanden wird, beinhalten „Auf- und Abstiegsprozesse“ entweder die Erringung einer höheren Position oder entsprechend einen Rückgang auf niedrigere Positionen im Weltsystem. Eine thesenartige Übersicht von Dieter Boris.

 

Die gegenwärtigen Auf- und Abstiegsprozesse finden im Rahmen der neoliberalen Globalisierung seit den 70er und 8oer Jahren des vorigen Jahrhunderts statt. Dies hat zur Folge, dass eine außerordentliche Kompression von Raum und Zeit vermittels neuer Kommunikations- und Transporttechnologien über – in mancherlei Hinsicht – relativierte nationalstaatliche Grenzen hinweg eingetreten ist. Dies schließt die ebenfalls außerordentliche Schnelligkeit dieser Auf- und Abstiegsprozesse ebenso ein wie die dabei eine herausragende Rolle spielenden internationalen Finanzmärkte. Nicht die Eroberung fremder Territorien als Ziel, sondern der ungehinderte Zugang zu (und die Sicherheit von) weltweiten Anlagemöglichkeiten und die unbegrenzte Mobilität der Finanzströme sind charakteristisch. ...

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Über den Autor:

Prof. Dr. Dieter Boris ist Mitherausgeber des Informationsbriefs Weltwirtschaft & Entwicklung. Bis zu seiner Emeritierung war er Hochschullehrer für Soziologie an der Philips-Universität Marburg mit dem Schwerpunkt Lateinamerika. Der vorliegende Beitrag entstand für ein Symposium anlässlich des 75. Geburtstags von Dr. Jörg Goldberg (unseren Leser*innen durch zahlreiche Artikel in W&E bekannt) in Frankfurt am Main. Zusammen mit den anderen Beiträgen zum Symposium erscheint er in der Zeitschrift Z, Nr. 118/Juni 2019 (zeitschrift-marxistische-erneuerung.de).


In diesem Artikel lesen Sie:

Besonderheiten unter den Bedingungen neoliberaler Globalisierung
Gewichtsverschiebungen
„Globaler Norden“ versus „Globaler Süden“?
„Wir“ auf Kosten des Südens?
Ungleichzeitigkeiten in Prozessen der Machtverschiebung





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