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W&E 06-09/2020

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Neuer HDR: Menschen und Planet auf Kollisionskurs. Menschliche Entwicklung und das Anthropozän
Die Covid-19-Pandemie ist die jüngste Krise, der sich die Welt gegenüber sieht, doch es wird nicht die letzte sein, wenn die Menschen ihren Griff auf die Natur nicht lockern. Das ergibt sich aus dem neuen Human Development Report (HDR 2020) mit dem Titel „The Next Frontier: Human Development and the Anthropocene“, der auch einen neuen experimentellen Index enthält, der den CO2-Ausstoß der Länder und ihren materiellen Fußabdruck berücksichtigt. Eine W&E-Zusammenfassung.

*
Ohne Hyperungleichheit und Hyperglobalisierung. Für eine bessere Erholung nach dem Covid-19-Schock
Die Welt sollte die Hyperungleichheit bekämpfen, um nach den Zerstörungen der Corona-Pandemie eine bessere globale Ökonomie aufzubauen, heißt es im neuen Trade & Development Report der UNCTAD (TDR 2020) unter dem Titel ‚From global pandemic to prosperity for all: Avoiding another lost decade‘ (s. Hinweis). Von allen Vorkrisenbedingungen, die durch den Covid-19-Schock offengelegt wurden, ist die Hyperungleichheit – das Ergebnis von vier Dekaden der Lohndrückerei – die größte Bedrohung, schreibt Rainer Falk.

*
UN75: Globale Megatrends politisch gestalten. UN-Ökonomen und NGOs zu 75 Jahre Vereinte Nationen
Fünf menschengemachte Megatrends werden die globalen Anstrengungen, die Welt auf einen nachhaltigeren Pfad des Wohlstands zu bringen, belasten und konterkarieren, wenn es nicht umgehend zu politischen Interventionen kommt, warnt das Netzwerk der UN-Ökonomen in einem neuen Bericht, „Shaping the trends of our time“, zur 75. UN-Generalversammlung, die am 21. September 2020 mit einem (digitalen) Sondergipfel beginnt. Diese Interventionen müssen zu einem systemischen Wandel führen, ergänzen NGOs in ihrem jährlichen Spotlight-Report (s. Hinweise), berichtet Rainer Falk.

*
Der Abstieg der USA unter Trump. Ein atemberaubender Niedergang
Der Rassismus Amerikas zerstört seinen fortgeschrittenen Status in Echtzeit – und mit ihm die besten Seiten des liberalen Internationalismus’. Der Niedergang hat eine längere Geschichte, der liberale Internationalismus hatte immer auch problematische Seiten. Doch er ist verdammt besser als der illiberale Nationalismus, den Trump als Alternative anbietet. John Feffer analysiert den aktuellen Zerfall eines Imperiums.

* Aus dem Nachlass von Martin Khor: Ein Leben für eine gerechte Weltwirtschaft
Der am 1. April dieses Jahres (2020) an einem Krebsleiden früh verstorbene Ökonom und Journalist Martin Khor war ein herausragender Aktivist im Ringen für eine grundlegende Umgestaltung der internationalen Wirtschaftsbeziehungen. In einem Buch „Battles in the WTO“ (s. Hinweis) wurden jetzt Teile von Khors publizistischem Nachlass veröffentlicht, die sich Arndt Hopfmann angesehen hat.

* Beten und Spenden für Reichtum und Auslandsvisa: Pfingstkirchen in Ghana
Kritiker am ‚politischen Islam‘ übersehen gerne, dass auch im Christentum in den letzten Jahrzehnten Strömungen erstarkt sind, die die Religion politisch instrumentalisieren. Die Rede ist von evangelikalen Kirchen, die – ausgehend von den USA – vor allem in Lateinamerika und Afrika einen spektakulären Aufschwung genommen haben. Im westlichen Afrika spielen dabei die Pfingstkirchen eine führende Rolle. Mit ihnen befasst sich eine Veröffentlichung (s. Hinweis), die einen besonderen Aspekt dieses Aufstiegs, das „Prosperity Teaching“ (Reichtumslehre) in Ghana behandelt. Von Jörg Goldberg

Die Hauptbeiträge sind einzeln teilweise auch online verfügbar (auf Überschriften klicken). Die Gesamtausgabe als PDF-Download für AbonnentInnen >>> hier.


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W&E 03-05/2020

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