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03-04-2004

Artikel-Nr.: DE20050304-WE-03-04-2004

03-04-2004

Im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E) 03-04/2004 lesen Sie:

* Auslagerung und Arbeitsplätze: Globalisierung als Drohung
Weil in Europa die Konjunktur vor sich hindümpelt und in den USA das Schlagwort von der "Jobless Recovery" die Runde macht, haben sich (wieder einmal) Teile der öffentlichen Meinung dies- und jenseits Atlantiks darauf verlegt, die Internationalisierung von Produktion und Dienstleistungen für die Arbeitsmarktprobleme im Norden verantwortlich zu machen. Doch die vorgetragenen Argumente sind so wenig originell wie zutreffend, sondern grob irreführend angesichts der realen Ursachen der Wirtschaftsschwäche in Nord und Süd, schreibt Rainer Falk. ???50027595280ee770f???

* Weltkommission für die soziale Dimension der Globalisierung: Globalisierung gestalten! Aber wie?
Der jüngst erschienene Bericht der Weltkommission für die Soziale Dimension der Globalisierung ist von den einen als linke Plattitüdensammlung, von den anderen als folgenlose Global-Governance-Lyrik abgetan worden - etwas vorschnell und zu unrecht. Der Report trägt den Titel "A Fair Globalization: Creating Opportunities for All" und lenkt als erster seiner Art den Blick auf die sozialen Dimensionen der Globalisierung. Er identifiziert die Sackgassen der internationalen Auseinandersetzung um die Gestaltung der Globalisierung und zeigt mögliche Auswege. Ein Überblick von Rainer Falk.

* Entwicklungsfinanzierung durch internationales Kreditgeld? Für eine neue Link-Diskussion
Seit den 50er Jahren wurde mehr als 30 Jahre lang in der Fachwelt und auf der politischen Bühne die Frage diskutiert, wie das internationale Geldwesen einen substantiellen Beitrag zur Entwicklungsfinanzierung leisten könnte. Konkret ging es darum, wie ein vermehrter Import von Investitionsgütern in die Entwicklungsländer durch die Schaffung von internationalem Kreditgeld zu finanzieren wäre. An ausgearbeiteten Plänen hat es in dieser Zeit nicht gefehlt. Herbert Schui und Tanja Chawla plädieren für eine Wiederaufnahme der Link-Diskussion.

* HIPC-Initiative zur Entschuldung der ärmsten Länder: Roll-back statt Topping-up
Am 19.6.1999 erweiterten die G7 bei ihrem Kölner Gipfel die damals gerade erst drei Jahre alte HIPC-Initiative zur Entschuldung hochverschuldeter armer Länder. Mehr Länder sollten schneller und weitreichender entschuldet werden, so das Ziel. Insgesamt sollten Schulden im Barwert von etwa 70 Mrd. US-Dollar erlassen werden. Doch nach fünf Jahren fällt die Bilanz ernüchternd aus, resümiert Jürgen Kaiser. Und noch besorgniserregender ist die Richtung, die die Debatte um die Entschuldung der ärmsten Länder seither genommen hat. ???50027595280f0e425???

* Verlust und Erhalt von Agrobiodiversität: Vom Nutzen der Vielfalt
Der Zeitpunkt hätte nicht besser gewählt werden können: Die siebte Vertragsstaatenkonferenz der Konvention über die biologische Vielfalt (CBD) stand unmittelbar bevor, und die in Asien grassierende Vogelgrippe hatte sich der Titelseiten der Tageszeitungen bemächtigt, als sich Anfang Februar im Berliner Umweltforum rund 150 Personen einfanden, um über Agrobiodiversität zu diskutieren. Eingeladen hatte das Forschungsprojekt "Agrobiodiversität entwickeln", ein vom BMBF im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung geförderter Verbund aus Öko-Institut, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, Schweisfurth-Stiftung, FU Berlin und der Landesanstalt für Großschutzgebiete in Brandenburg. Markus Wissen berichtet.

* Rubriken: W&E-Update (mit einer politischen Terminvorschau für das 2. Quartal 2004) und W&E-Infospiegel (mit Kurzinfos, Lese- und Tagungshinweisen)

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