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W&E 02-03/2021

Artikel-Nr.: DE20210412-WE-02-03-2021

W&E 02-03/2021

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Eine Reichtumssteuer für große Konzern. Neuer Vorschlag zur Lastenteilung in der Welt nach Covid

Ein neuer Forschungsbericht schlägt die Einführung einer neuen Steuer auf Aktien aller öffentlich gelisteten Unternehmen mit Hauptquartier in den G20-Ländern vor. Die Studie von Emmanuel Saez und Gabriel Zucman (beide von der Berkeley-Universität in Kalifornien) fordert, dass jedes Jahr jedes Unternehmen auf seinen Aktienwert 0,2% an Steuern zahlen sollte. Da sich die Aktienmarktkapitalisierung in der G20 auf rund 90 Billionen Dollar beläuft, würde die Steuer jährlich an die 180 Mrd. Dollar einbringen. Eine W&E-Zusammenfassung.

* Versicherungskonzerne vs. Argentinien und Bolivien. Proteste gegen Entschädigungsverfahren vor der Weltbank
Nobelpreisträger Joseph Stiglitz, Ex-ILO-Generaldirektor Juan Somavia, der Präsident des UN-Netzwerks für Nachhaltige Entwicklungslösungen (SDSN) Jeffrey Sachs, der Ex-Untergeneralsekretär der UN José Antonio Ocampo und über 100 weitere hochrangige Entwicklungsexpert*innen haben eine Erklärung herausgebracht, in der sie gegen Versicherungskonzerne protestieren, die Argentinien und Bolivien vor dem ICSID der Weltbank verklagt haben.

* Italien und die G20-Präsidentschaft (I): Eine zweifelhafte Ehre
Italien hat für das Jahr 2021 die Präsidentschaft der Gruppe der 20 (G20), die aus den 20 wichtigsten Staaten der Welt besteht. Sie repräsentieren 60% der Weltbevölkerung und 80% des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP). Auch wenn die instabile italienische Regierung diese Aufgabe irgendwie bewältigen wird (bei der allgemeinen Gleichgültigkeit des politischen Systems), täuscht dieses anscheinend so prestigeträchtige Amt nicht über eine Tatsache hinweg: Die G20 ist heute eine sehr schwache Institution, die dem jeweils vorsitzenden Land keinen Ruhm einbringt. Darüber hinaus trägt die G20 die größte Verantwortung für den Niedergang der UNO als Organisation für Global Governance, einer Aufgabe, der sich die G20 bislang kaum gestellt hat. Von Roberto Savio.

* Strukturelle Schieflage der Entwicklungsforschung: Die Unterrepräsentanz des Südens in der Entwicklungsökonomie
Die Entwicklungsökonomie konzentriert sich auf die Verbesserung des Wohlergehens von Milliarden Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen, doch der Süden ist ernsthaft unterrepräsentiert auf diesem Gebiet. Eine kleine Anzahl von Institutionen reicher Länder dominieren, und ihre zunehmende Nutzung randomisierter kontrollierter Studien (RCTs) zur Überprüfung der Effektivität konkreter Interventionen zur Armutsbekämpfung zementiert die Ungleichheit, schreiben Arvid Subramanian und Devesh Kapur.

Big Pharma und die Corona-Krise im Süden: Beendet die Impf-Apartheid!
Mindestens 85 arme Länder werden vor 2023 keinen nennenswerten Zugang zu Impfstoffen gegen Corona haben. Unglücklicherweise wird ein Jahr Verzögerung in Ländern mit niedrigem und unterem mittleren Einkommen schätzungsweise 2,5 Millionen vermeidbare Tote kosten. Wie der Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO) es ausdrückt, steht die Welt an der Schwelle eines katastrophalen moralischen Scheiterns. Die neue Impf-Apartheid beleuchten Anis Chowdhury und Jomo Kwame Sundaram.

* W&E-Infospiegel mit Kurzinformationen, Lesehinweisen und Terminempfehlungen

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