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07-08-2003

Artikel-Nr.: DE20040902-WE-07-08-2003

07-08-2003

Im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung (W&E) 07-08/2003 lesen Sie:

* Die Weltwirtschaft in diesem Sommer: Zwischen Stagnation und Stabilisierung
Die Erholung der Weltwirtschaft nach dem Einbruch der Jahre 2000 und 2001 bleibt schwach, und sie verläuft regional sehr uneinheitlich. Im Süden befinden sich die asiatischen Länder trotz der SARS-Krise auf dem Weg eines relativ hohen Wachstums. Demgegenüber ist es in Lateinamerika erst in den letzten Monaten zu einer Stabilisierung gekommen, aber die Situation bleibt sehr labil, und der Anstieg der Armut ist nicht gestoppt. Dies gilt auch für Afrika. Die Wirtschaften der mittel- und osteuropäischen Länder sind überwiegend - mit der Ausnahme Polens - kräftig gewachsen; ihre Schwachstellen sind die unentwickelten und daher spekulationsanfälligen Finanzmärkte und der Druck, die Wirtschaftspolitik an die Konvergenzkriterien der EU anpassen zu müssen. Von Jörg Huffschmid.

* Weltwirtschaft und Gewerkschaften: Besser mit als ohne
In einer Zeit, in der "Trade Union Bashing" - das Herumprügeln auf den Gewerkschaften - zum guten Ton gehört, kommt eine Studie gerade recht, in der gezeigt wird, daß gewerkschaftlich organisierte ArbeiterInnen im Durchschnitt mehr verdienen, weniger Stunden arbeiten, besser ausgebildet sind und ihre Arbeitsplätze sicherer sind als die ihrer unorganisierten Kollegen. Der Clou der Studie (s. Hinweis) besteht darin, daß ihr Auftraggeber die Weltbank ist, schreibt Rainer Falk.

* Vom Nehmer zum Geber? Indiens Wende in der Entwicklungshilfe
Die Haushaltsrede des indischen Finanzministers Jaswant Singh am 21. Februar war für die ausländische Gebergemeinde eine Bombe. Singh erklärte, daß Indien seine Position zu externer Entwicklungszusammenarbeit (EZ) überdenken werde und die Absicht habe, selbst ein Geberland von Entwicklungshilfe zu werden. Gebundene Hilfe ("tied aid") sei nicht länger erwünscht. Aus Neu Delhi berichtet Jost Wagner.

* In welcher Währung wird das Öl bezahlt? Vor einem neuen Währungskrieg?
Die Währungsgeschichte seit der zweiten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts läßt sich in drei große Etappen einteilen: Der Hegemonie des US-Dollars als einziger Weltwährung während des Fixkurssystems von Bretton Woods bis 1973 folgt die Konkurrenz vieler Währungen im System flexibler Kurse von etwa 1973 bis 1999. Um die Jahrhundertwende wird der Euro etabliert. Dies war ein entscheidender Schritt vom multipolaren zu einem bipolaren Währungssystem. Inzwischen geht es nicht mehr nur um die Vorherrschaft als Handels-, Anlage- und Reservewährung, sondern auch darum, in welcher Währung die Ölrechnung ausgestellt wird. Von Elmar Altvater.

* Typ-2-Partnerschaften nach Johannesburg: Neuer Hoffnungsträger oder Luftnummer?
Von den einen als Hoffnungsträger einer neuartigen Umwelt- und Entwicklungszusammenarbeit gepriesen, von den anderen als rhetorische Luftnummer kritisiert, haben die sog. Typ-2-Partnerschaften – öffentliche Politiknetzwerke zur Umsetzung der Beschlüsse von Rio und Johannesburg – schon während des Gipfels von Johannesburg Teilnehmer und Beobachter gleichermaßen polarisiert. Neun Monate danach ist es Zeit für eine erste kritische Bewertung der neuen Partnerschaftsstrategie. Haben sich die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt? Philipp Pattberg zieht eine Zwischenbilanz.

* Evian Terms? No Terms! Flexibilisierung im Pariser Club
Die Regeln des Pariser Clubs, des informellen Zusammenschlusses von Gläubigerländern, wurden dieses Jahr im Vorfeld des G8-Gipfels in Evian flexibilisiert. Stolz verkündeten die Finanzminister der G7-Staaten, der Pariser Club würde in Zukunft besser auf die Bedürfnisse einzelner Länder eingehen, man würde von Fall zu Fall unterscheiden und in Zukunft versuchen, die drohende Insolvenz der Länder nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft abzuwenden. Ann-Kathrin Schneider fragt nach.

* Rubriken: W&E-Infospiegel (mit Kurzinfo, Lese- und Tagungshinweisen)

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