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Nr. 03/2005

Artikel-Nr.: DE20050528-WE-03-2005

Nr. 03/2005

Im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung Nr. 03/2005 (W&E 03/2005) lesen Sie:

* Finanzierungsmenü für die Millenniumsziele: Deutschland in der Lula-Gruppe
Während die Millenniumskampagne der deutschen Nichtregierungsorganisationen („Weltweite Aktion gegen Armut“) nur schleppend in Gang kommt, punktet die Bundesregierung auf internationaler Ebene. Nachdem Bundeskanzler Schröder in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos erstmals öffentlich die Einführung von Kapitaltransaktionssteuern („Tobin Tax“) nicht mehr ausschloß, ist die Bundesrepublik jetzt auch Mitglied der „Technical Group on Innovative Financing Mechanisms“, der sog. Lula-Gruppe, geworden, berichtet Rainer Falk.

* Argentinien kommt durch: Doch die Schonfrist ist vorbei
Néstor Kirchner hat den wohl größten Erfolg seiner bisherigen Amtszeit errungen. 38 Monate nachdem sein Amtsvorgänger Adolfo Rodríguez Saá vor dem argentinischen Kongreß die Zahlungsunfähigkeit eingestehen mußte, konnte der argentinische Präsident nun am selben Ort den erfolgreichen Abschluß des größten Umschuldungsverfahrens der Geschichte verkünden. Die Strategie der Kirchner-Regierung (s. auch 07-2004 und 10-2003) ist damit aufgegangen. Statt „gutwillig“ im Sinne der Gläubiger zu verhandeln, unterbreitete sie mit dem Buenos-Aires-Plan ein Angebot nach dem Schema „Friß oder stirb“ - und traf damit auf unerwartet hohe Zustimmung. Von argentinischen Gläubigern wurden 97% der Anleihen zum Tausch eingereicht. Weltweit betrug die Akzeptanzquote 76%. Von Bodo Ellmers.

* Vor dem Wechsel an der Weltbank-Spitze: Wolfensohns Unvollendete
James Wolfensohn, amtierender Präsident der Weltbank, wird sein Amt Ende Mai niederlegen. Anfang Januar 2005 hat er angekündigt, den Topjob als Chief Executive für Armutsbekämpfung an den Nagel zu hängen und sich erst einmal eine Pause zu gönnen - ganz zur Freude der amtierenden Bush-Regierung, die nun die Möglichkeit hat, die Clinton Ära auch auf dem Feld der internationalen Entwicklungspolitik zu beerben. Die Kandidatenauswahl für den Job ist allerdings so undurchsichtig, daß fast täglich neue Bewerber auftauchen - „bad news“ für die entwicklungspolitische Gemeinde von Ann Kathrin Schneider. ???50018896630ed2502???

* Zwei Jahrzehnte Engagement für kommunale EZ: Von der Hilfe zur Gerechtigkeit
Mit kaum einem Politikernamen verbindet sich der Einsatz für die Verankerung der Nord-Süd-Problematik auf kommunaler und Länderebene so sehr wie mit Gunther Hilliges. Zahlreiche Städte und Gemeinden wurden von ihm in den letzten 20 Jahren zum lokalen Engagement für nachhaltige Entwicklung inspiriert. Dennoch sind die diesbezüglichen Strukturen immer noch schwach. Mit Gunther Hilliges, der in diesem Jahr in den Ruhestand wechselt, sprachen wir über seine Erfolge, den Stand und die Probleme kommunaler Eine-Welt-Arbeit.

* Bekenntnisse eines “Economic Hit Man”: Global unterwegs für die US-Corporatocracy
Aus der Geschichte der Schuldenkrise der Dritten Welt ist bekannt, daß die heutigen Gläubiger bei der Aufnahme von Krediten fleißig nachgeholfen haben. Jetzt liegen die Bekenntnisse eines Insiders vor, zwar leicht geschrieben und über weite Strecken im Plauderton, zuweilen auch etwas naiv, pathetisch und selbstverliebt. Doch trotz aller Anekdoten und Selbstrechtfertigungen gibt der Autor, John Perkins, interessante Einblicke in die Aktivitäten eines „Economic Hit Man“ (EHM). Bernd Hamm hat das Buch ausgewertet.

* Rubriken: W&E-Update (mit einer politischen Terminvorschau für April/Mai/Juni) und W&E-Infospiegel (mit Kurzinfos, Lese-, Tagungs- und Terminhinweisen)

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