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Nr. 06-07/2005

Artikel-Nr.: DE20050707-WE-06-07-2005

Nr. 06-07/2005

Im Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung Nr. 06-07/Juni-Juli 2005 (W&E 06-07/2005) lesen Sie:

* Wachstum und Armutsbekämpfung: Kehrtwende bei der Weltbank?
Einmal jährlich läßt sich die Weltbank vom „Operations Evaluation Department“ (OED) auf ihre „development effectiveness“ hin beurteilen. Die OED ist eine „unabhängige Abteilung“ innerhalb der Bank. Der gerade veröffentlichte Bericht 2004 hat den Beitrag der Weltbank in den letzen 15 Jahren zur Armutsbekämpfung zum Gegenstand. Einige Zeitungsjournalisten sahen darin Anzeichen einer Kehrtwende in der Strategie zur Armutsbekämpfung, indem zur „reinen“ Wachstumsorientierung zurück gekehrt würde. Davon kann jedoch keine Rede sein, schreibt Jan Priewe.

* Turbulenzen nach dem Welttextilabkommen: Zwischen Handelskrieg und Reregulierung
Je weiter das Jahr 2005 voranschreitet, desto mehr überschlagen sich die Meldungen zur Situation im internationalen Bekleidungshandel. Laut Angaben des französischen Branchenverbandes FNH drohe die europäische Textilindustrie von der chinesischen Konkurrenz „völlig zermahlen“ zu werden. Von der „Textilschwemme aus Fernost“ (Kölner Stadtanzeiger) und von „irreparablem Schaden“ (manager-magazin) für die europäische Textil- und Bekleidungsindustrie ist die Rede. Von Sabine Ferenschild.

* Die Befreiung des Handels und die Befreiung der Frauen: Engendering der Makroökonomie?
Im vergangenen Jahrzehnt verschob sich der Schwerpunkt feministischer Beschäftigung mit makro-ökonomischen Themen von entwicklungspolitischen Regimen wie den Strukturanpassungsprogrammen zum WTO-gesteuerten Liberalisierungskurs. Kernfragen sind: Wie wirkt sich Handelsliberalisierung auf Geschlechtergleichheit aus, und wie kann ein „Engendering“ der Makroökonomie aussehen? Christa Wichterich gibt einen Überblick über Positionen und Kontroversen.

* Kontroverse über neue EU-AKP-Freihandelsabkommen: EPAs im Kreuzfeuer der Kritik
Der Bericht der von Tony Blair initiierten Afrika-Kommission (s. Nr. 04/2005) und ein Positionspapier der britischen Regierung haben frischen Wind in die Diskussion über neue Handelabkommen zwischen der EU und den 77 Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifik (AKP) gebracht. Im Kreise der EU-Mitgliedstaaten mehrt sich Kritik am unnachgiebigen Liberalisierungskurs der EU-Kommission. Doch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat mit einer eigenen Positionsbestimmung zur Entwicklungsverträglichkeit regionaler Freihandelsabkommen erst begonnen, berichtet Klaus Schilder.

* Handel und Umwelt in der WTO: Renaissance des Themas unter Pascal Lamy?
Das Thema „Umwelt und Handel“ in der WTO - in den 1990er Jahren noch einer der kontroversesten Bereiche - hat in der derzeit laufenden WTO-Doha-Runde zunehmend an Bedeutung verloren. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte WTO-Umweltdebatte mit der Vereinbarung von offiziellen WTO-Umweltverhandlungen bei der WTO-Ministerkonferenz in Doha im November 2001. Mittlerweile - und besonders seit dem Scheitern der Ministerkonferenz in Cancún im Sommer 2003 - einigten sich die WTO-Mitgliedsländer auf ein stark eingeschränktes Verhandlungsprogramm. Insbesondere die EU mußte zahlreiche Verhandlungsziele aufgeben; im Mittelpunkt stehen nun vor allem die Verhandlungen zur Abschaffung der handelsverzerrenden Agrarsubventionen. Ein Überblick von Katrin Jordan.

* Jahresbericht von Global Compact Deutschland: Bescheidene Unternehmensverantwortung
Von Beginn an stand die NGO-Community dem Global Compact der Vereinten Nationen äußerst skeptisch gegenüber (s. W&E-SD 6/2000 und Sonderdienst 3-2004). Kritisiert wurde u.a. die Unverbindlichkeit der Grundsätze und die mangelnde Transparenz, die generell eher auf bestimmte Märkte beschränkte Reichweite von Corporate Social Responsibility (CSR) und die Absicht, durch diese Initiative rechtverbindliche Regeln für transnationale Unternehmen zu verhindern. Umso erwartungsvoller gestaltet sich die Lektüre des ersten Jahresberichts des deutschen Global-Compact-Netzwerks, der sich Hartwig Hummel unterzog.

* Rubriken: W&E-Update (mit einer politischen Terminvorschau auf Juli, August und September 2005) und W&E-Infospiegel (mit Kurzinformationen, Lesenhinweisen und Tagungstips)

* Bitte beachten Sie auch >>> Unsere drei aktuellen Ausgaben.

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