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W&E-Hintergrund November 2015

Artikel-Nr.: DE20151214-SD_Sep-2015

W&E-Hintergrund November 2015

UNO zwischen Multi- und Minilateralismus
  • Multilateralismus und internationale Entwicklungspolitik
  • Die 2030-Agenda und die SDGs - Eine Kurskorrektur
  • Kapitalistishche Unterwanderung: Trend zum selektiven Multilateralismus
  • Wie das UN-System für die Agenda 2030 fit machen?
Das „Entscheidungsjahr 2015“ mit dem Entwicklungsgipfel in New York und dem Klimagipfel in Paris wurde von vielen auch als ein Jahr gesehen, das neue Chancen und neuen Schwung für einen ‚neuen Multilateralismus‘ bietet. Ob sich derartige Hoffnungen materialisieren, lässt sich zum aktuellen Zeitpunkt nicht klar beantworten. Zwar ‚funktioniert‘ der UN-Mechanismus in Form von Konferenzprozessen. Doch selbst das Verhältnis von Multilateralismus und internationaler Entwicklungspolitik, das im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht, ist von Ambivalenzen gekennzeichnet. Während mit der Agenda 2030 durchaus ein neuartiges und ambitioniertes Set entwicklungspolitischer Leitlinien geschaffen wurde, ist zu bezweifeln, ob die Vereinten Nationen in ihrer derzeitigen Verfassung „fit“ sind für deren Umsetzung. Einleitend geht Sakiko Fukunda-Parr der Frage nach, wie weit die 2030-Agenda dem Anspruch einer entwicklungspolitischen Kurskorrektur gerecht wird. Barbara Adams, Gretchen Luchsinger und Jens Martens analysieren, wie ein konzerngesteuerter selektiver Multilateralismus als Barriere gegen konsequent nachhaltige Entwicklungskonzepte in der UNO wirkt. Die Alternative sehen sie darin, den Einfluss des privaten Sektors zurückzudrängen und die UN wieder zum Zentrum einer demokratischen Global Governance zu machen.

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