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W&E 06-07/2019

Artikel-Nr.: DE20190916-WE-06-07-2018

W&E 06-07/2019

In dieser Ausgabe lesen Sie:

* Die Agenda 2030 in der Bewegungsstarre
Am 24. und 25. September 2019 treffen sich die Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen in New York, um die Fort- (bzw. Rück-)schritte in der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu überprüfen. Die Veranstaltung ist der erste UN-Gipfel zu den SDGs seit der Verabschiedung der Agenda 2030 im September 2015. Flankiert wird der Gipfel durch weitere hochrangige Veranstaltungen, u.a. zu den Themen Klima, allgemeine Gesundheitsfürsorge und Entwicklungsfinanzierung. Eine Vorschau von Jens Martens.

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Facebooks Zugriff auf Geld und Daten der Armen
Es vergeht kaum ein Tag ohne eine Nachricht über den Umgang von Facebook mit vertraulichen Informationen. Die Ankündigung des Internetriesen, mit einer eigenen Währung grenzüberschreitende Geldtransaktionen zu ermöglichen, hat – zu Recht – weltweit die Alarmglocken von Regulierungsinstanzen läuten lassen. Bis spätestens 2020 möchte Facebook seine globale Währung – die Libra– mit Hilfe neuer digitaler Technologien einführen. Pedro Morazán beleuchtet die Relevanz des Projekts für den Süden.

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Wider die "Libralisierung" der Welt
Facebook und einige verbündete Unternehmen haben beschlossen, dass das, was die Welt wirklich braucht, eine weitere Kryptowährung ist und dass deren Einführung der beste Weg sei, die ihnen zur Verfügung stehenden enormen Talentressourcen zu nutzen. Die Tatsache, dass Facebook das glaubt, sagt viel darüber aus, was mit dem amerikanischen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts nicht stimmt. Dabei würde nur ein Narr Facebook sein finanzielles Wohl anvertrauen, schreibt Joseph E. Stiglitz.

* Auf Kosten der Menschenrechte: Das verwerfliche Agieren der Geierfonds
Geierfonds („vulture funds“) sind dem Wesen nach ausbeuterisch, und sie verfolgen räuberische finanzielle Strategien, um unverhältnismäßige und exorbitante Gewinne auf Kosten der Verwirklichung der Menschenrechte zu erzielen, vor allem der wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte sowie des Rechts auf Entwicklung. Dies ist eine der Hauptschlussfolgerungen des Abschlussberichts des Beratenden Ausschusses des Menschenrechtsrats (HRC: Human Rights Council) über die Aktivitäten der Geierfonds und ihre Auswirkungen auf die Menschenrechte, den Kanaga Raja für den South North Development Monitor (SUNS) zusammengefasst hat.

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Das EU-Mercosur-Abkommen in der Kritik
Am 28. Juni hat die Europäische Union (EU) ein Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay abgeschlossen – ein „historisches Abkommen“, so Cecilia Malström, die zuständige Handelskommissarin der EU. Für Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker war es ein „historischer Moment“. Unser Wirtschaftswachstum werde gefördert und neue Arbeitsplätze geschaffen, heißt es zur Begründung. Jean Feyder widerspricht.

* Economic Development in Africa Report 2019: Erfolgskriterien der Afrikanischen Freihandelszone
Die Afrikanische Kontinentale Freihandelszone (AfCFTA: „African Continental Free Trade Area“), die im letzten Mai in Kraft trat, steht und fällt mit der Definition der Ursprungsregeln, der Kriterien, die die nationale Herkunft eines Produkts festlegen. Ursprungsregeln sollten einfach, wirtschaftsfreundlich und kalkulierbar sein. Das ist eine Hauptschlussfolgerung des jüngsten UNCTAD-Berichts zur Wirtschaftlichen Entwicklung in Afrika (s. Hinweis), den Rainer Falk vorstellt.

* Rubriken:
W&E-Infospiegel (mit Kurzinfos, Termin- und Lesehinweisen)

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