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W&E-Dossier: Afrika zwischen Boom und Hungersnot

Artikel-Nr.: DE20110723-Afrika-Dossier

W&E-Dossier: Afrika zwischen Boom und Hungersnot

Die Beiträge dieses Dossiers setzen jenseits des vom Hunger geprägten Afrika-Bildes an, das derzeit anlässlich der Krise am Horn von Afrika wieder Verbreitung findet. Am Beispiel des neuen deutschen Afrika-Konzepts fragen sie nach der Mitverantwortung des Nordens. Zugleich werden die Strukturen und Strategien des Kontinents kritisch unter die Lupe genommen: von der mangelnden Entwicklungsausrichtung der Staaten über die weitgehend fehlende Industriepolitik bis hin zur Sackgasse der Exportorientierung und zum Ausverkauf der heimischen Landwirtschaft. Hier zeigt sich: Einige Wachstumspole allein bewirken noch keine grundlegende Trendwende.

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Am 20. Juli 2011 erklärten die Vereinten Nationen die Situation am Horn von Afrika offiziell zur Hungersnot. Allein im Süden Somalias werden derzeit 310.000 hungernde Kinder gezählt. Fast die Hälfte der Bevölkerung Somalias ist vom Hunger bedroht. Täglich fliehen 3500 Menschen nach Äthiopien oder Kenia. Die Katastrophe hätte begrenzt oder vermieden werden können, wären Warnungen, die bereits vor acht Monaten erfolgten, ernst genommen worden. Die derzeitige Situation am Horn von Afrika ist schlimmer als frühere Hungersnöte, etwa im Niger (2005), in Äthiopien (2001), Sudan (1998) und Somalia (1992). In der Gesamtregion sind 11,5 Millionen Menschen von der Krise betroffen. Hauptfaktoren der Krise sind eine lang anhaltenden Dürre, die Aktivität vagabundierender Milizen (Staatsverfall), der Klimawandel und das kollektive Versagen der internationalen Gemeinschaft.

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