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W&E 11/2008

Artikel-Nr.: DE20081108-WE-11-2008

W&E 11/2008


Der Wettlauf zu einem neuen Bretton Woods

* Weltfinanzgipfel in Serie: Der Wettlauf zu einem neuen Bretton Woods
Jahrelang waren es nur eine schmale aufgeklärte Elite und einige, über den Tellerrand ihrer kleinteiligen Projekte hinausblickende NGOs, die nach einem neuen Bretton Woods – einer globalen Konferenz zur Neuordnung der globalen Wirtschafts- und Finanzordnung – riefen. Jetzt soll alles plötzlich ganz schnell gehen. Doch der Weltfinanzgipfel am 15. November in Washington ist bestenfalls der Auftakt zu einem Prozess, an dessen Ende ein Bretton Woods II stehen könnte. Im schlechtesten Fall bleibt es auch diesmal wieder bei kosmetischen Pflichtübungen. Von Rainer Falk.

* Für einen neuen Globalen Wirtschaftsvertrag: Prinzipien für eine Reform des Finanzsystems
Joseph E. Stiglitz, Nobelpreisträger für Wirtschaft, ehemaliger Chefökonom der Weltbank und Professor an der Columbia-Universität, ist zum Leiter einer Hochrangigen Task Force der Vereinten Nationen ernannt worden, die das globale Finanzsystem untersuchen soll. In den folgenden Punkten hat Joseph Stiglitz seine persönliche Position (und die der Initiative for Policy Dialogue) zu Kernelementen einer Antwort auf die gegenwärtige globale Finanzkrise zusammengefasst.
Prinzipien für eine Reform des Finanzsystems

* Es geht nicht nur um Finanzstabilität: Eine Agenda für Bretton Woods II
Das internationale Finanzsystem liegt in Scherben. Ein integriertes Bündel von Reformen wäre notwendig, um nachhaltiges Wirtschaftswachstum und geteilten Wohlstand zu erreichen. Die G8-Führer haben sich auf einen Weltfinanzgipfel verständigt, der im Rahmen der G20 in Washington stattfinden soll – eine gute Idee, vorgesetzt damit wird ein breites Spektrum von Veränderungen angestoßen und keine auf die Regulierung der Finanzmärkte verengte Eintagsfliege in die Welt gesetzt, schreibt Jeffrey Sachs.

* Agrarreformen in Zeiten der Finanzmarktkrise: Beijing entdeckt die Landwirtschaft
Der Zeitpunkt war perfekt: Mitte Oktober verabschiedete das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei Chinas einen Reformvorschlag, der den Bauern erlaubt, ihre Landnutzungsrechte abzutreten, etwa durch Verpachtung. Beijing verkaufte die Entscheidung, die von manchen Beobachtern als „historisch“ eingestuft wurde, als Beitrag im Kampf gegen die Finanzkrise und zur Stabilisierung des globalen Systems, weil dadurch weiteres Wachstum angestoßen werde. Die entscheidenden Triebkräfte hinter der Reform sind allerdings die wachsende Ungleichheit zwischen Stadt und Land, die verbreiteten Bauernproteste und der Modernisierungsbedarf der Landwirtschaft. Ein Bericht von Uwe Hoering.

* UNIFEM-Fortschrittsbericht zu Frauenrechten: Die Krise der Verantwortlichkeit
Zur Halbzeit der Millennium-Entwicklungsziele hat der UN-Entwicklungsfonds für Frauen (UNIFEM) seinen Bericht „Progress of the World´s Women 2008/9” mit dem Titel “Who answers to women? Gender and Accountability” (s. Hinweis) vorgelegt. Zentrales Thema ist die Kluft zwischen den Verpflichtungen, die die Regierungen zu Frauenrechten und Geschlechtergleichheit eingegangen sind, und deren Umsetzung. Kernfrage ist, wie anerkannte Ansprüche und Rechte von Frauen in tatsächliche Verbesserungen übersetzt werden können. Ein Bericht über die „Krise der Verantwortlichkeit“ (UNIFEM) von Christa Wichterich.

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